Sony Playstation Network Angriff und die Entschuldigung von Sony

02.05.2011662 Mal gelesen
Sony hat inzwischen zu der Hacker Attacke auf das Sony Online-Network Stellung bezogen. In Bezug auf die Haftung für geschädigte Nutzer halten sich die Manager allerdings bedeckt.

Nach einem Zeitraum von fast 2 Wochen hat sich Sony im Rahmen einer Pressekonferenz etwas ausführlicher zu der Entwendung von etwa 70 Millionen Datensätzen von Nutzern des Sony Online Network durch Hacker geäußert.

 

Zunächst einmal entschuldigt sich Sony für die damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Darüber hinaus wird mitgeteilt, dass das FBI für die Ermittlungen einschaltet worden sei. Die Playstation Network soll so schnell wie möglich wieder online geschaltet werden. Nach Schätzungen von Sony könnten ungefähr 10 Millionen Kreditkarten betroffen sein. Bis jetzt gebe es aber noch keine Hinweise darauf, dass Kreditkarten tatsächlich missbräuchlich verwendet worden sind. Als Gegenleistung  werde Sony kostenpflichtigen Playstation Plus Service und Music Unlimited für einen Monat gratis anbieten.

 

Allerdings hat sich Sony noch nicht dazu geäußert, inwieweit es für Schäden der Nutzer etwa durch die missbräuchliche Verwendung der Datenätze sowie der Kreditkartennummer aufkommt. Diese Frage ist deshalb interessant, weil die allgemeinen Geschäftsbedingungen eine weitgehende Haftungseinschränkung enthalten sowie englisches Recht zur Anwendung bringen wollen.

 

Aus unserer Sicht sind diese Bestimmungen jedoch unwirksam, so dass eine unbeschränkte Haftung von Sony in Betracht kommt. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse hat Sony durch seine unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen eine schuldhafte Pflichtverletzung begangen, für die es gerade stehen muss.

 

Aufgrund der unsicheren rechtlichen Situation - gerade auch bei der Vollstreckung - sollten sich Geschädigte an eine Verbraucherzentrale oder an einen Rechtsanwalt wenden. Denn Sony Deutschland ist hier nicht Vertragspartner.

 

Näheres zur Haftung von Sony erfahren Sie in diesem Beitrag:

  

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