Der Balanceakt bei einer Urheberrechtsreform

21.05.20111 Mal gelesen
18.05.2011 - Um das enorme Schöpfungspotenzial der digitalen Welt nutzen zu können, bedarf es einer Reform des Urheberrechts. Dies fordert jedenfalls der Verbraucherzentrale-Bundesverband (vzbv). Die sich gegenüberstehenden Interessen von Urhebern und Verbrauchern müssen hierbei jedoch ausgewogen be

Verbesserter Schutz für die Urheber

 

Das Urheberrecht ist Voraussetzung für Ideenreichtum und kulturelle Vielfalt. Es gilt, die Interessen der Urheber zu fördern und zu schützen. In einem vom vzbv angeforderten und vom Informationsrechtsexperten Herrn Dr. Till Kreutzer erstellten Gutachten zur Verbesserung des Urheberschutzes, werden daher die Unterbindung von Privatkopien, das Verbot zur Weiterveräußerung digitaler Werke oder Abmahngebühren bei Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen als Lösungsvorschläge der brisantesten Probleme im gegenwärtigen Urheberrecht genannt.

 

Klarheit und Schadenslimit für die Verbraucher

 

In der Vergangenheit sind nach Aussage von Cornelia Tausch, Leiterin des vzbv- Fachbereichs Wirtschaft und Internationales, Urheberrechtsreformen jedoch stets zum Nachteil der Verbraucher ergangen und hätten bei diesen häufig mehr Verwirrung als  Klarheit gestiftet. Der vzbv setzt sich deshalb für eine Festsetzung der Verbraucherinteressen als schützwürdiges Ziel im Urheberrecht, für ein Recht auf Privatkopie und ein Recht auf Weiterverkauf digitaler Inhalte ein. Schließlich wird auch eine Deckelung der Abmahnkosten gefordert, denn gerade Eltern droht schnell eine Kostenexplosion, wenn Kinder versehentlich Musikdateien von einer Tauschbörse herunterladen.