BGH stärkt Unterhaltsrecht geschiedener Frauen, RA Sagsöz, Bonn

22.11.20101277 Mal gelesen
Wenn die Frau jahrelang den Haushalt übernommen hat und deshalb keine Altersvorsorge aufbauen konnte, bekommt sie unbefristet Unterhalt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bei Scheidungen den Unterhaltsanspruch von Hausfrauen verbessert, die in der Ehe über Jahrzehnte Haushalt und Kindererziehung übernommen hatten. In dem am Montag veröffentlichten Urteil stellte das Gericht klar, dass in solchen Fällen die Frau unbefristet Unterhalt erhalten muss.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bei Scheidungen den Unterhaltsanspruch von Hausfrauen verbessert, die in der Ehe über Jahrzehnte Haushalt und Kindererziehung übernommen hatten. In dem am Montag  veröffentlichten Urteil stellte der oberste Familiensenat klar, dass in solchen Fällen die Frau unbefristet Unterhalt erhalten muss.Der Fall betraf eine heute 58-jährige Frau, die nach 23 Jahren geschieden wurde. Sie hatte komplett Haushalt und Kindererziehung übernommen, war mit ihrem Mann umgezogen und hatte ihren Beruf nur stundenweise ausgeübt. Der Mann hatte zudem ein Verhältnis mit einer anderen Frau und wurde spät  noch einmal Vater.

Während der Mann der Klägerin als Selbstständiger über ein Nettoeinkommen von mehr als 3500 Euro verfügte, erzielte sie als Ganztagskraft 1020 Euro netto. Auch ihr Rentenanspruch war mit 160 Euro monatlich sehr gering.

RA Sagsöz, Bonn

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