Beate Uhse AG: Erneute Gewinnwarnung und Maßnahmen zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung

Beate Uhse AG: Erneute Gewinnwarnung und Maßnahmen zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung
03.02.2016288 Mal gelesen
Nach Gewinnwarnung im Oktober 2015 informiert die Gesellschaft nun erneut per Ad hoc Mitteilung über Verlust - Ebit-Velust im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich zwischen 13 und 15 Mio. Euro - Gesellschaft informiert über Aufgabe des Kataloggeschäfts und Schließung von Filialen

Schlechte Nachrichten für die Aktionäre und Anleihegläubiger der Beate Uhse AG. Nach der Ad hoc Mitteilung der Gesellschaft am 28. Oktober 2015 zu den drohenden Verlusten (Ebit), die im Vorfeld Veröffentlichung der Zahlen für die ersten drei Quartale gemeldet wurde, hat die Beate Uhse AG nun erneut eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Daraufhin ging nicht nur der Aktienkurs zurück. Auch der Kurs der im Juli 2014 begebenen Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A12T1W6 / WKN: A12T1W) gab auf unter 25 % nach. Die Anleihe hat ein Volumen von 30 Mio. Euro, wird mit 7,75 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit bis Juli 2019.

Hintergrund

Ursprünglich hatte die Beate Uhse AG für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 134 bis 139 Mio. Euro geplant. Nun geht die Gesellschaft von einem Umsatz von 128 Mio. Euro aus. Dramatischer ist die Situation beim Ebit. Während für 2015 nach den ursprünglichen Planungen der Gesellschaft ein positives Ebit zwischen 2 und 5 Mio. Euro erreicht werden sollte, wurden diese Planungen bereits im Rahmen der ersten Gewinnwarnung kassiert und ein negatives Ebit von 7,2 Mio. Euro gemeldet. Nun geht die Beate Uhse AG von einem Ebit-Verlust zwischen 13 und 15 Mio. Euro aus.

Zur Begründung für die Entwicklungen im dritten Quartal verwies die Beate Uhse AG darauf, dass die Umsetzung der neuen Markenausrichtung im B2C-Bereich mehr Zeit erfordere und die Umsätze im klassischen Kataloggeschäft schneller zurückgegangen seien als erwartet.

Maßnahmenpaket und Auswirkungen

Unmittelbar nach der Ad hoc Mitteilung der Beate Uhse AG betreffend die erneute Gewinnwarnung veröffentlichte die Gesellschaft eine Pressemeldung, in der sie über eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung informierte. Hierzu gehören insbesondere die Einstellung des Kataloggeschäfts, die stärkere Fokussierung auf den E-Commerce und die Schließung von Filialen, verbunden mit der Entlassung von 90 Mitarbeitern. Diese Maßnahmen sollen nach Angaben der Beate Uhse AG mit weiteren 3,8 Mio. das Konzernergebnis belasten.

Aus Sicht der ARES Rechtsanwälte ist aufgrund der Entwicklung in den letzten Monaten damit zu rechnen, dass auch die Beate Uhse AG die Anleihe restrukturieren wird, um die Zinsbelastung zu reduzieren.

Die Kanzlei ARES Rechtsanwälte ist auf die Vertretung geschädigter Anleger im Bank- & Kapitalmarktrecht spezialisiert.