Real I.S. Bayernfonds BestLife 2 – Wann können Anleger Schadensersatz fordern?

Real I.S. Bayernfonds BestLife 2 – Wann können Anleger Schadensersatz fordern?
12.11.2014283 Mal gelesen
Lebensversicherungsfonds sind unternehmerische Gesellschaften, die von ihren Anlegern entsprechende Risikobereitschaft fordern. Was können Bankkunden unternehmen, wenn sie sich fragen, ob sie sich an der richtigen Kapitalanlage beteiligten? Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht informiert.

Geschlossene Fonds, die in Lebensversicherungen investieren, erfreuten sich bei Anlegern einiger Beliebtheit. Dass ein Lebensversicherungsfonds mitnichten eine prognosegemäß verlässlich verzinsende Kapitalanlage ist, mussten die Anleger des Bayernfonds BestLife 2 bereits feststellen. Die Ausschüttungen fielen deutlich hinter einstigen Erwartungen zurück und teilweise sogar ganz aus.

 

Der Ausschüttungsausfall zeigte, dass eine Beteiligung an der Life US Solutions II L.P. mehr ist als eine bloße Kapitalanlage. Doch nicht jeder Sparkassenkunden, der sich am Bayernfonds BestLife 2 beteiligte, wünschte eine solche unternehmerische Beteiligung zu zeichnen. Dieser grundlegende Aspekt eines geschlossenen Fonds sollte Anlegern bereits vor der Investition bewusst gewesen sein. Wurde einem Anleger die Fondsbeteiligung empfohlen und war diesem die unternehmerischen Eigenschaften eines geschlossenen Fonds bei der Zeichnung unbekannt, dann stellt sich die Frage, ob die Anlageberatung ordnungsgemäß ablief. Insbesondere dann, wenn sie auf der Suche nach einer sicheren oder sicherheitsorientierten Kapitalanlage waren.

 

Defizite und Fehler bei Anlageberatung sind Ansatzpunkt für Schadensersatzansprüche

                                      

Rät Sparkassen- oder Bankberater zu einer bestimmten Kapitalanlage, dann muss diese Empfehlung zwei grundlegende Anforderungen erfüllen. Grob umrissen muss eine ordnungsgemäße Anlageberatung folgendes leisten: Zunächst muss eine Kapitalanlage zu den Wünschen des Anlegers „passen“. In einem zweiten Schritt müssen die Berater umfassend über Eigenschaften und auch die Risiken der vorgeschlagenen Kapitalanlage informieren. Es darf im Rahmen einer Beratung also nicht nur die Vorteile und Chancen eingegangen werden – die Kapitalanlage muss umfassend vorgestellt werden. Wurde gegen eine dieser Beratungs- bzw. Hinweispflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung.

 

Wenn Anleger des Bayernfonds BestLife 2 Zweifel haben, ob sie seinerzeit ordnungsgemäß beraten wurden, sollte sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Es kann dann ausgelotet werden, ob die individuelle Anlageberatung Mängel aufwies.

 

Weitere Informationen zum Thema Lebensversicherungsfonds und den Real I.S BestLife-Fonds befinden sich auf der Homepage der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen.

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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