WealthCap Life Britannia 2 – Was können Anleger unternehmen, wenn sie an ihrer Kapitalanlage zweifeln?

WealthCap Life Britannia 2 – Was können Anleger unternehmen, wenn sie an ihrer Kapitalanlage zweifeln?
12.11.2014166 Mal gelesen
Geschlossene Fonds wie der WealthCap Life Britannia 2 eignen sich nicht für jeden Anleger bzw. Anlageziel – auch wenn in Lebensversicherungen investiert wird. Was können Bankkunden unternehmen, wenn sie Zweifel hegen, ob sie bei der Beteiligung an dem Fonds richtig lagen?

Lebensversicherungen als rentables und dennoch Verlässlichkeit versprechendes Investitionsziel erfreuten sich im Segment der geschlossenen Fonds früher erheblicher Beliebtheit. Zu den geschlossenen Beteiligungen, die vor der Finanzkrise an Bankkunden vertrieben wurden, zählt auch der HVGFF bzw. WealthCap-Fonds Life Britannia 2. Doch trotz der Investition in Lebensversicherungen musste ein Anleger bereits sein, Risiken einzugehen.  Denn die Life Britannia GmbH & Co. Zweite KG ist ein Unternehmen in der Form einer Kommanditgesellschaft.

  

Die unternehmerische Natur des Fonds bringt für die Anleger mehr mit sich als das – bereits verwirklichte – Risiko, dass Ausschüttungen nicht ausgezahlt werden. Vielmehr wohnen einem geschlossenen Fonds auch jene grundlegenden Eigenschaften und Risiken inne, die sich aus der Rechtsform der Kommanditgesellschaft ergeben. An erster Stelle steht hier das gerade bei Kapitalanlagen relevante Risiko des teilweisen oder schlimmstenfalls auch vollständigen Kapitalverlusts. Daher eignet sich der Lebensversicherungsfonds WealthCap Life Britannia 2 nicht für jeden Anleger. Insbesondere dann nicht, wenn Anleger eine sichere Kapitalanlage suchten.

 

Fehler bei Anlageberatung sind Anknüpfungspunkt für Schadensersatzansprüche

 

Dies musste bereits bei der Anlageberatung beachtet werden. Denn Bankberater müssen ihre Anlageempfehlung an den Wünschen des Anlegers ausrichten. Geschlossene Fonds sind wegen ihrer Risiken keine sicheren Kapitalanlagen – auch dann nicht, wenn sie in Lebensversicherungen investieren. Zum anderen müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen umfassend aufklären. Hierzu zählen jene Risiken, die aus der gesellschaftsrechtlichen Natur herrühren. An erster Stelle sind hier Verlustrisiken zu benennen. Im Fall des WealthCap Life Britannia 2 sind auch auf dessen Besonderheiten hinzuweisen – beispielsweise unterscheiden sich britische und deutsche Lebensversicherungen in grundlegenden Punkten.

  

Wurde gegen eine dieser Beratungs- bzw. Hinweispflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung. Denn eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild von der Kapitalanlage vermitteln. Doch nicht jedes Anlageberatungsgespräch wird diesen Anforderungen gerecht. Wenn Anleger des Lebensversicherungsfonds WealthCap Life Britannia 2 das Gefühl habe, dass sie in der Anlageberatung nicht zutreffend über die Eigenschaften ihrer Kapitalanlage informiert wurden, sollten sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Dann kann anhand einer Überprüfung des Einzelfalls ausgelotet werden, welche rechtlichen Optionen den Anlegern offen stehen. Die Anwälte der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen beraten und vertreten bereits Anleger, die in diesen Lebensversicherungsfonds investierten.

 

Weitere Informationen zum Thema Lebensversicherungsfonds und dem Fonds WealthCap Life Britannia 2 befinden sich auf der Homepage der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen.

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

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