United Investors Gamefonds könnten sich „verspielt“ haben

United Investors Gamefonds könnten sich „verspielt“ haben
03.06.2013339 Mal gelesen
Die UNITED INVESTORS Emissionshaus GmbH hat nach ihrer Gründung 2006 als erste Publikumsfonds in Zusammenarbeit mit der Hamburger dtp AG so genannte Gamefonds aufgelegt.

GRP Rainer Rechtsanwälte und Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Bremen und Nürnberg www.grprainer.com führen dazu aus: Gamefonds produzieren Videospiele für Computer und Spielekonsolen. Die bekanntermaßen wachstumsstarke Spielebranche berge große Gewinnchancen, insbesondere für die Anleger dieser so genannte Gamefonds, hieß es.

Seit März 2012 soll sich der dtp Game Portfolio 2006 jedoch in finanziellen Schwierigkeiten befinden. Auch die Insolvenz des Partnerunternehmens der Fondsgesellschaft, der dtp Entertainment AG, verunsichere die Anleger zusätzlich. Nachdem nun auch im Frühjahr 2013 die United Investors Emissionshaus GmbH Insolvenz angemeldet haben soll, herrsche unter den betroffenen Anlegern große Besorgnis.

Für geschädigte Anleger kann es durchaus lohnenswert sein, etwaige Ansprüche gegen ihre Fondsvermittler von einem Rechtsanwalt überprüfen zu lassen. Denn es besteht die Möglichkeit, dass sich der Fondsvermittler wegen Falschberatung schadensersatzpflichtig gemacht hat und sich der Anleger schadlos halten könnte.

Fraglich sei indes, ob und inwieweit die Wirtschaftlichkeit der United Investors Gamefonds, die als rechtlich selbständige Gesellschaften jedenfalls nicht unmittelbar durch „S&K-Skandal“ betroffen zu sein scheinen, in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Überraschend ist es nicht, dass Anleger der United Investors Gamefonds auf Grund dieser ungeklärten Situation verunsichert sein können. Bereits zuvor hatten sie schlechte Nachrichten über eine mögliche Verbindung der United Investors Emissionshaus GmbH zum „S&K-Skandal“ erreicht. Der S&K Gruppe wird vorgeworfen, gemeinsam mit einem Partnerunternehmen und einigen anderen Personen, eine Art „Schneeballsystem“ entwickelt zu haben. Möglicherweise könnten Gesellschaften, die ursprünglich zu den einzelnen United Investors Gamefonds-Gesellschaften gehörten, von der S&K Gruppe übernommen worden sein.

Betroffene Anleger bangen aufgrund dieser Entwicklungen um ihre Investitionen. In vielen Fällen gibt es allerdings Möglichkeiten, das investierte Geld zurückzuerhalten. Wenn ein Anleger nämlich bei der Zeichnung eines Fonds unzureichend über die bestehenden Risiken aufgeklärt wird, kann dies eine Falschberatung darstellen, die zu Schadensersatzansprüchen gegen das beratende Finanzinstitut, z.B. eine Bank, führen kann. Ob ein solches Vorgehen sinnvoll ist und welche Bedenken bestehen, muss jeweils am Einzelfall geprüft werden. Diese Aufgabe kann durch einen im Kapitalmarkrecht erfahrenen Rechtsanwalt übernommen werden.

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