HCI Schiffsfonds VIII: MS Pandora meldet Insolvenz an

29.10.2012372 Mal gelesen
Die Hiobsbotschaften für Anleger geschlossener Schiffsbeteiligungen reißen auch im zu Ende gehenden Oktober nicht ab. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht eine oder mehrere Schiffsgesellschaften infolge Zahlungsunfähigkeit den Gang vor das Insolvenzgericht antreten müssen. Aktuell betroffen: Die Schiffsgesellschaft MS „PANDORA“ INTERSCAN Carriers GmbH & Co. KG aus dem Dachfonds HCI Schiffsfonds VIII. Wie das Fondstelegramm in dessen aktuellen Ausgabe berichtet, wurde zwischenzeitlich über das Vermögen der MS „PANDORA“ INTERSCAN Carriers GmbH & Co. KG das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet (Az.: 28 IN 114/12).

HCI Schiffsfonds VIII: Investition in insgesamt 8 Fondsschiffe

HCI hatte den Dachfonds HCI Schiffsfonds VIII 2004 mit einem Investitionsvolumen in Höhe von € 43.050.000,00 am Markt platziert. Der HCI Schiffsfonds VIII investiert in insgesamt 8 Fondsschiffe und zwar in die beiden Mehrzweckfrachter MS Ile de Batz und MS Ile de Molene, die zwei Massengutschiffe MS Lake Erie und MS Lake Ontarion, den Produktentanker MT Nordamerika sowie die drei Containerschiffe MS Pioneer, MS Maria Sibum und MS Pandora.

HCI Schiffsfonds VIII: 675 Anleger stimmen bereits 2010 für Sanierungskonzept der MS Pandora

Die laut HCI Leistungsbilanz 675 Anleger der MS „PANDORA“ INTERSCAN Carriers GmbH & Co. KG mussten schon vor der vergangene Woche erfolgten Insolvenzanmeldung der HCI VIII Schiffsgesellschaft finanzielle Rückschläge hinnehmen. Bereits Ende 2010 – so der Wortlaut der HCI Leistungsbilanz – lag die wirtschaftliche Entwicklung der MS „PANDORA“ INTERSCAN Carriers GmbH & Co. KG „unterhalb der prospektierten Einnahmen“. Wie aus der HCI Leistungsbilanz 2010 ferner hervorgeht, hatten die 675 Anleger zur Rettung der MS „PANDORA“ INTERSCAN Carriers GmbH & Co. KG einem infolge deutlich gesunkener Einnahmen Mitte 2010 notwenig gewordenen Sanierungskonzept die Zustimmung erteilen müssen.

HCI Schiffsfonds VIII: Anleger warten seit 2009 auf Ausschüttungen

Die Schräglage der HCI Schiffsfonds VIII Schiffsgesellschaft MS Pandora belastet zusehends auch den HCI Dachfonds: So warten die HCI Schiffsfonds Anleger laut Information des Internetportals www.zweitmarkt.de bereits seit dem Jahr 2009 auf einstmals sicher geglaubte Ausschüttungen. Nach der nun bekannt gewordenen Insolvenz der HCI Schiffsfonds VIII Schiffsgesellschaft MS Pandora werden sich die HCI Schiffsfonds VIII Anleger nunmehr auf weitere Kapitaleinschnitte einstellen müssen.

HCI Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt
 
 

Betroffene HCI Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene HCI - Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
 
 
 

Vertrieb von Schiffsfondsoftmals über Banken und Sparkassen


Recherchen unserer Kanzlei zufolge wurden viele der derzeit notleidend gewordenen geschlossenen  Schiffsfonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen.
 

Was können betroffene HCI Schiffsfonds VIII Anleger jetzt tun?

Betroffene Anlegern des HCI Schiffsfonds VIII wird geraten, ihre in Betracht kommenden Ansprüche durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen zu lassen