HCI Schiffsfonds I – Anspruch auf Schadensersatz bei falscher Anlageberatung

HCI Schiffsfonds I – Anspruch auf Schadensersatz bei falscher Anlageberatung
21.09.2012331 Mal gelesen
Schiffsfonds sind keine sicheren Kapitalanlagen. Anleger, die vor der Investition in den Schiffsfonds falsch beraten wurden, können Schadensersatz fordern.

Der Fondsanbieter HCI Capital AG brachte im Jahr 2002 den Dachfonds HCI Schiffsfonds I auf den Markt., welcher bis zum Verlauf der MS Pioneer Albatross in sechs Schiffe investierte. Heute verfügt der HCI Schifffonds über die beiden Containerschiffe MS Anna Sophie und MS Commodore sowie über die drei Frachter MS Finex, MS Ile de Reunion und MS Rebecca. Die Schiffsbeteiligung erfüllte in den Anfangsjahren die Erwartungen, jedoch änderte sich dies und die Anleger müssen auf die prognostizierten Ausschüttungen verzichten.

 

Anleger, die sich nicht länger am HCI Schiffsfonds I beteiligen möchten, können rechtliche Schritte erwägen. Die Beratung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht klären, ob die Anleger erfolgreich Ansprüche geltend machen können. So kann im Rahmen einer Überprüfung der Kapitalanlage ermittelt werden, ob Anlegern der verlustfreie Ausstieg aus dem Schiffsfonds HCI Schiffsfonds I ermöglicht werden kann. Hierfür kann beispielsweise die Anlageberatung auf Fehler überprüft werden.

 

Im Rahmen eines ordnungsgemäßen Beratungsgesprächs müssen die Berater die Funktionsweise und die Risiken eines Schiffsfonds erklären. Wurden Anleger nicht auf die Risiken hingewiesen, die sich aus der Beteiligung an dem Fonds HCI Schiffsfonds I ergeben, stehen Schadensersatzansprüche wegen falscher Beratung im Raum. Nicht jedem Anleger wurde in der Anlageberatung ausreichend erklärt, was ein geschlossener Schiffsfonds ist und welche Risiken mit einer Beteiligung verbunden sind. Ein solcher Hinweis ist insbesondere dann nötig, wenn zuvor noch nie in einen geschlossenen Fonds investiert wurde.

 

Schiffsfonds sind Unternehmensbeteiligungen, die Risiken bergen

 

Schiffsdachfonds wie der HCI Schiffsfonds I sind nämlich keine sicheren Kapitalanlagen und nicht für eine sichere Altersvorsorge geeignet. Es handelt sich um eine Unternehmensbeteiligung, der Verlustrisiken  - wie zum Beispiel im Fall einer Insolvenz -innewohnen. Auch mussten Anleger darauf hingewiesen werden, dass sie sich nicht jederzeit problemlos von ihrer Beteiligung an einem Schiffsfonds trennen können. Der Zweitmarkt für „gebrauchte“ Fondsanteile ist nicht geregelt. (Fehlende) Hinweise auf Provisionen sind ein Knackpunkt vieler Beratungsgespräche, da Berater oftmals gegen Aufklärungspflichten verstießen.

 

Ansprüche können verjähren

 

Haben Anleger des HCI Schiffsfonds I das Gefühl, dass sie bei ihrem Beratungsgespräch nicht ausreichend über die Risiken einer Schiffsbeteiligung aufgeklärt wurden, sollten nicht zögern, sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zu wenden. Allerdings müssen die Anleger des HCI Schiffsfonds I bedenken, dass Schadensersatzansprüche wegen falscher Anlageberatung verjähren können. So gibt es neben der 10-jährigen Höchstverjährungsdauer auch eine kürzere, 3-jährige Frist, welche kenntnisabhängig ist.

 

Weitere Informationen:

Infoseite über Rechtsansprüche der Anleger eines Schiffsfonds

 

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