Ownership Schiffsfonds MS Pride of Madrid und MS Pride of Paris unter Zwangsverwaltung

10.05.2012312 Mal gelesen
Die Krise unter den geschlossenen Schiffsfondsbeteiligungen hält weiter an: Nahezu schon täglich häufen sich nunmehr die Hiobsnachrichten über Insolvenz angemeldete Fondsschiffe. Von den Schiffsfonds Insolvenzen sind nahezu alle namhaften Schiffsfonds Initiatoren betroffen. Wie das Fondstelegramm in dessen Ausgabe 08/2012 berichtet, stehen nunmehr auch die seitens Ownership 2007 und 2008 aufgelegten Einschiffsgesellschaften MS „Pride of Madrid“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG und MS "Pride of Paris" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG unter Zwangsverwaltung.

Beluga Pleite reißt Ownership Schiffe MS Pride of Madrid und MS Pride of Paris in die Tiefe

Ursprünglich waren die MS Pride of Madrid und MS Pride of Paris an die Anfang 2011 Insolvenz angemeldete Beluga Shipping Gruppe verchartert und liefen dort unter den Bezeichnungen MS Beluga Fascination und MS Beluga Flirtation. Nach der Beluga Pleite versuchte Ownership die beiden angeschlagenen 665 TEU Mehrzweckfrachter wieder in finanziell sicheres Fahrwasser zu manövrieren.

Gläubigerbank versagt sich Sanierung der angeschlagenen Ownership Fondschiffe

Trotz intensiv zwischen Ownership und der Gläubigerbank HSH Nordbank geführten Sanierungsverhandlungen war dem letztendlich seitens Ownership vorgestellten Sanierungskonzept zur Rettung der angeschlagenen MS Pride of Madrid und MS Pride of Paris keine Zukunft beschieden. Nachdem sich die HSH Nordbank – wie das Manager Magazin unlängst berichtete – geweigert hatte, dem vorgestellten Sanierungskonzept für die beiden Ownership Fondsschiffe die Zustimmung zu erteilen, war die Insolvenzanmeldung der weit unter Plansoll gefahrenen Schiffsfonds unausweichlich.

Ownership Schiffsfonds Anlegern droht Totalverlust

Fazit: Für die insgesamt ca. 600 Schiffsfondsanleger der beidenInsolvenzangemeldeten Ownership Schiffsonds bedeutet dies, dass sie nun mit einem Totalverlust des ihrerseits in die MS Pride of Madrid sowie MS Pride of Paris investierten Geldes rechnen müssen.


Ownership Schiffsfonds Anleger nicht schutzlos gestellt


Betroffene Ownership Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene Ownership - Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.

Vertrieb von Schiffsfonds oftmals über Banken und Sparkassen

Recherchen unserer Kanzlei zufolge wurden viele der derzeit notleidend gewordenen geschlossenen  Schiffsfonds über Banken und Sparkassen vertrieben. Dabei wurden diese Schiffsfonds-Beteiligungen oftmals als besonders sichere Anlage empfohlen. Auf Risiken wie Totalverlust wurde regelmäßig nicht hingewiesen. Auch wurde die Höhe der weichen Kosten in den Beratungsgesprächen in der Regel nicht bzw. nicht ausreichend offengelegt. Aufgrund der kickback-Rechtsprechung des Bundesgerichthofes bestehen deshalb gute Chancen für die Schiffsfonds-Anleger, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. 


Was können betroffene Ownership Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?

Geschädigte Anleger problematischer  Ownership Schiffsfonds sollten in jedem Fall ihre in Betracht kommenden Ansprüche zeitnah durch einen auf Anlegerschutz spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen.