HCI-Schiffsfonds Krise weitet sich aus: MS Magellan Star und MS Magellan Meteor insolvent

23.03.2012364 Mal gelesen
Die zahlreichen Anleger der seitens des Hamburger Emissionshauses HCI aufgelegten Schiffsfonds kommen nicht zur Ruhe. Fast nahezu jede Woche häufen sich Meldungen über Insolvenz angemeldete oder kurz vor der Insolvenz stehende HCI Schiffsgesellschaften. Unlängst betroffen: Die Anleger der HCI Schiffsfonds MS "MAGELLAN METEOR" Schiffahrts GmbH & Co. KG und MS "MAGELLAN STAR" Schiffahrts GmbH & Co. KG.


HCI MS Magellan Star und HCI Magellan Meteor unter vorläufiger Insolvenzverwaltung


Wie die Fondszeitung in deren aktuellen Ausgabe berichtet, hatte das Amtsgericht Hamburg für die beiden HCI Schiffsgesellschaften MS Magellan und  Magellan Meteor die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Grund für das Absinken der beiden HCI Schiffsfonds war unter anderem die mangelnde Bereitschaft der Gläubigerbanken, die beiden 2005 seitens HCI mit einem Kommanditkapital in Höhe von jeweils 5 Millionen Euro aufgelegten Schiffsfonds mit weiteren Krediten über Wasser zu halten.

HCI Schiffsfonds Anlegern droht Totalverlust


Immer häufiger geraten die Anleger der ihr Geld in vermeintlich hohe Renditen und Steuersparoptionen offerierenden HCI Schiffsfonds in den Abwärtsstrudel der in der Regel weit unter den prognostizierten Erwartungen gebliebenen Tank- und Containerschiffe.  So mussten die Anleger der beiden HCI Schiffsfonds MS Magellan Star und MS Magellan Meteor bereits seit 2009 auf ursprünglich sicher geglaubte Ausschüttungen verzichten. Mit der unlängst bekannt gewordenen Insolvenz der beiden HCI Schiffsgesellschaften müssen die HCI Schiffsfondsanleger darüber hinaus sogar mit dem Totalverlust des ihrerseits in die beiden 2002 erbauten Feederfrachter MS Magellan Star und MS Magellan Meteor rechnen.


Haftung für falsche Beratung

Betroffene HCI Schiffsfonds-Anleger sollten sich mit deren Situation nicht abfinden, sondern umgehend den Rat eines auf Bank- und Kapitalanlagerechts spezialisierten Rechtsanwalts suchen.
Sollten betroffene HCI Schiffsfonds-Anleger von ihrem Anlageberater oder von ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Des Weiteren kommt für die Anleger von Schiffsfonds in Betracht, gegen die Initiatoren der Fonds und gegen den Vertrieb Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die Schadensersatzansprüche können sich zum einen aus Prospekthaftung, zum anderen aufgrund Falschberatung ergeben.
In zahlreichen Gerichtsurteilen wurde zudem festgestellt, dass die beratende Bank beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Rückvergütungsgebühren offenlegen muss. Deshalb kann im Fall der Zahlung von versteckt geflossenen Innenprovisionen (kick-back) und mangelnder Information hierüber der Anleger verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er die Beteiligung nicht geschlossen.

 
Was können betroffene HCI Schiffsfonds-Anleger jetzt tun?

Betroffene HCI Schiffsfonds Anleger haben die Möglichkeit, deren in Betracht kommenden Ansprüche umfassend überprüfen lassen. Die rechtliche Einschätzung und Empfehlung kann dabei anhand des jeweiligen Falles unterschiedlich ausfallen