VenGrow Private Equity Fonds 01 GmbH & Co. KG pleite?

03.02.2012823 Mal gelesen
Für die Anleger des VenGrow Private Equity Fonds 01 GmbH & Co. KG sieht es schlecht aus - betroffene Anleger sollten sich anwaltlichen Rat einholen.

Für die Anleger des VenGrow Private Equity Fonds 01 GmbH & Co. KG sieht es schlecht aus. Wir haben bereits von der außerordentlichen Treugeberversammlung berichtet, die am 27.10.2010 in Hamburg stattgefunden hat. 

Zu diesem Zeitpunkt waren die verschiedenen dubiosen Gesellschaften, in die der VenGrow Private Equity Fonds 01 GmbH & Co. KG investiert hat, bereits überwiegend insolvent. Darüber hinaus hat der Fonds seine Steuerberater und andere Dienstleister wie die H.P.O. Consulting GmbH nicht bezahlt, die Schulden des Fonds beliefen sich auf 40.000,- Euro bis 50.000,- Euro. 

Auf der Versammlung am 27.10.2010 wurde daher beschlossen, dass ein „Ende mit Schrecken“ eingeleitet und der letzte Vermögenswert des Fonds, die vorhandenen Aktien an der Nobella AG, „versilbert“ werden sollten, damit der Fonds wieder liquide ist. Von dem Verkaufserlös sollte der Fonds seine ausstehenden Schulden (von 40.000 bis 50.000 Euro) bezahlen und ein etwaiger Gewinn sollte an die Anleger verteilt werden.

Im Bericht der Geschäftsführung vom 23.01.2012 teilt der Geschäftsführer, Herr Andreas Bünter, mit, dass die Nobella Aktien zu 0,60 Euro pro Stück verkauft worden seien – leider wird nicht mitgeteilt, wie viel Aktien an wen verkauft worden sind und wie hoch der Verkaufserlös gewesen ist.

Ferner mutet es erstaunlich an, dass Herr Bünter in der Treugebersammlung im Herbst 2010 von Schulden des Fonds in Höhe von ca. 50.000,- Euro gesprochen hat und den Wert der Nobella Aktien mit ungefähr 375.000,- Euro angegeben hat.

Wo ist das Geld geblieben?

Offensichtlich wurde der Veräußerungserlös auch nicht für die Befriedigung der in der Treugeberversammlung vom Oktober 2010 genannten Schulden verwendet. Die Treuhandgesellschaft des Fonds, die H.P.O. Consulting GmbH, hat ihre Rechnungen jedenfalls offensichtlich nicht bezahlt bekommen, sie hat den Vertrag aufgrund der dauernden Rückstände zum 31.01.2012 gekündigt.

Der Anleger muss damit rechnen, dass seine Investition verloren ist und Ansprüche gegen die Beteiligten prüfen lassen!