Immer mehr schwankende Schiffsfonds

20.09.2011525 Mal gelesen
Die Anzahl der in Schieflage geratenen Schiffsfonds nimmt weiter zu. Die von Finanzberatern und Banken versprochenen Steuervorteile bescherten Schiffsfonds in den vergangenen Jahren großen Zulauf. Diese Kapitalanlage ist für Kleinanleger aber nicht unbedingt geeignet, da Schiffsbeteiligungen geschlossene Fonds mit vielen Risiken sind. Anleger werden oftmals als Kommanditisten zu Anteilseignern. Dadurch sind sie zwar an Gewinnen - aber auch an möglichen Verlusten beteiligt. Im schlimmsten Fall geht das gesamte Kapital verloren.

Die Anzahl der in Schieflage geratenen Schiffsfonds nimmt weiter zu.

 

Die von Finanzberatern und Banken versprochenen Steuervorteile bescherten Schiffsfonds in den vergangenen Jahren großen Zulauf. Diese Kapitalanlage ist für Kleinanleger aber nicht unbedingt geeignet, da Schiffsbeteiligungen geschlossene Fonds mit vielen Risiken sind. Anleger werden oftmals als Kommanditisten zu Anteilseignern. Dadurch sind sie zwar an Gewinnen - aber auch an möglichen Verlusten beteiligt. Im schlimmsten Fall geht das gesamte Kapital verloren.

 

Das Kapital des Schiffsfonds des Hamburger Emissionshauses HEH, MS Peter, ist inzwischen fast komplett verloren. Der Verkauf des Frachters wird von der Geschäftsführung, der Treuhandgesellschaft und von dem Beirat empfohlen. Sollte es hier zu keinem Verkaufsbeschluss kommen, wird die Insolvenz der Gesellschaft nicht vermeidbar sein. Das Eigenkapital wurde 2009 auch bei den drei anderen HEH-Containerfeederschiffen MS Daniela, MS Inga und MS Siefke um 35 % aufgestockt.

 

Ein zwangsweise Verkauf steht auch bei dem HCI Shipping Select 28 bevor. Hier soll der MS Hellespont Trustful durch einen Beschluss der Gesellschafter verkauft werden.

Dieser Schiffsfonds wurde durch unterschiedliche Schiffstypen zur Riskostreuung aufgelegt. Es befinden sich insgesamt sechs Schiffe in dem Fonds, darunter der MS Hellespont Trustful, der MT Hellespont Commander, der MT Hellespont Crusader, der MS Pavian, der MS Beluga Facility und der MS Beluga Frequency.

 

Schlechte Nachrichten gibt es auch für Anleger des KGAL-Tankers Ievoli Splendor. Hier ist die Sanierung gescheitert. Die Fondsgesellschaft hat Insolvenzantrag gestellt. Inzwischen steht der KGAL-Tankers Ievoli Splendor, der im Jahre 2004 aufgelegt wurde,  unter Insolvenzverwaltung. Den Anlegern droht in diesem Fonds ebenfalls der Totalverlust.

 

Schiffsfondsanleger, deren Beteiligung in der Regel über Finanzvermittler oder Kreditinstitute vertrieben wurden, sind in rechtlicher Hinsicht jedoch nicht schutzlos gestellt.
Sollten Anleger von Ihrem Anlageberater oder von Ihrer Bank nicht umfassend über die Risiken einer Beteiligung an einem Schiffsfonds aufgeklärt worden sein, so bestehen möglicherweise Schadensersatzansprüche. Ein weiterer Ansatzpunkt für eine Rückabwicklung der Fondsbeteiligung sind die Provisionen, die an die Berater ohne Kenntnis des Anlegers geflossen sind. (kick-back).