Immer mehr Investmentfonds werden geschlossen oder auf andere Investmentfonds fusioniert!

06.04.2011664 Mal gelesen
Rechtsanwälte informieren über Handlungsmöglichkeiten bei einem Schaden oder Verlust

Jedes Jahr werden Hunderte von Investmentfonds von Anbietern wie z.B. der Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management vom Markt genommen, weil sie entweder aufgelöst werden oder mit anderen Investmentfonds fusionieren. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise trat dieses Phänomen noch deutlicher als je zuvor zum Vorschein: BVI berichtet, dass im Jahr 2009 mehr Fonds aufgelöst als neu aufgelegt wurden und mithin fast 600 Fonds verschiedenster Anbieter (z.B. Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management) geschlossen wurden.

Zum November 2010 änderte sich die Zahl etwas, da dort immerhin nur noch 319 Investmentfonds abgewickelt werden mussten, allerdings verschmolz zum Beispiel die Investmentgesellschaft Pioneer Investments allein zum 11. Dezember 25 ihrer Fonds auf andere Fonds, sodass sich die Zahl noch deutlich erhöhen könnte. Allerdings ist nicht immer nur eine schlechte Bewertung der Investmentfonds ein Grund diese zu fusionieren, vielmehr treten Fondsfusionen auch manchmal als Folge von Bankenfusionen ein, wie z.B. bei der Fusion der Allianz-Tochter Dresdner Bank mit der Commerzbank.

Von einer solchen Schließungswelle sind vor allem kleinere jüngere Investmentfonds mit speziellen Ausrichtungen betroffen: diese laufen meist nicht so gut und sie können nicht genügend Kapital sammeln, weswegen sie dann wieder vom Markt genommen werden. Auch Nebenwertefonds sind schneller betroffen: da diese stärker im Kurs schwanken als breit gefächerte Aktienfonds werden diese von der Fondsgesellschaft häufiger und schneller aufgelöst, wenn sich diese gerade in einer Verlustphase befinden. Kritisiert wird diese Praxis zunehmend, da dem Anleger keine Möglichkeit bleibt, auf die Entscheidung der Kapitalanlagegesellschaft Einfluss zu nehmen.

Vielmehr wissen auch viele Anleger, die in Investmentfonds z.B. der Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management angelegt haben, auch gar nicht, was eine solche Ankündigung der Auflösung des Investmentfonds seitens der Bank für sie bedeutet. Oftmals bleibt ihnen auch nur wenig Zeit sich darüber im Klaren zu werden oder gegen eine solche Benachrichtigung bei Verlusten aus den Anteilen einzuschreiten, da sie die Informationen über die Schließung oder Fusion meist erst sehr spät erhalten. Zwar gilt nach dem Investmentgesetz eine Frist von 6 Monaten für Liquidationen von Investmentfonds und bei Fusionen beträgt diese Informationsfrist 3 Monate. Allerdings erfahren Kleinanleger oft erst wenige Wochen vorher von der Schließung oder Fusion ihres Investmentfonds. 

Dies liegt daran, dass es eine gewisse Lücke im System der informationspflichten gibt: die Anbieter solcher Investmentfonds (Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management etc.) müssen die Anleger nicht direkt informieren. Diese werden von ihrer Depot-Bank unverzüglich aufgeklärt, nachdem sie selbst die Informationen über den zentralen Datenservice „Wertpapier-Mitteilung“ von der Fondsgesellschaft erhalten haben. Wann die Fondsgesellschaft aber die Informationen an den Datenservice verschicken muss, dies ist vertraglich nicht geregelt.

Anleger von Investmentfonds z.B. der Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management sollten also, sollte ihnen eine Information zukommen, dass ihr Fonds liquidiert oder auf einen anderen fusioniert werden soll, unverzüglich rechtsanwaltlichen Rat einholen. Durch eine Schadensersatzklage können Verluste aus den Anteilen vermieden werden. Schadensersatzansprüche bestehen vor allem dann, wenn den Anlegern Rückvergütungen, die die Bank von der Fondsgesellschaft (Union Investment, Deka Investmentfonds, Pioneer Investments, Allianz Global Investors, DWS Investment, ING Investment Management, SEB Asset Management etc.) erhalten haben, verschwiegen wurden. Hierbei ist auch immer auf eine mögliche Verjährung der Ansprüche zu achten, die schon mit dem Ende dieses Jahres eintreten könnte!