Kontodaten aufgrund von Telefon-Phishing preisgegeben? - letzte Lösung

Telefon Phishing Angriffen auf Banken: Betrugsprävention und Beispiele
15.01.202219 Mal gelesen
Online-Banking zunehmend Ziel von Betrügereien: Kontodaten aufgrund von Telefon-Phishing preisgegeben? Dann haben Sie noch eine Chance!

Online-Banking zunehmend Ziel von Betrügereien

Banken, Verbraucherschützer und die Polizei warnen zunehmend vor der steigenden Zahl von Betrugsfällen im Online-Banking. Insbesondere die sogenannten Phishing-Anrufe können den Opfern enorme wirtschaftliche Schäden zufügen.

 

Phishing - Definition

Der Begriff "Phishing" setzt sich aus den beiden englischen Wörtern "password" und "fishing" zusammen. Es beschreibt die gezielte Aneignung von vertraulichen Informationen wie Passwörtern, Kontodaten oder anderen persönlichen Informationen auf betrügerischer Art.

 

Hier mehr zum Thema Phising mit FAX lesen: Banking-Betrug mit gefälschter Fax Anweisung - Das Urteil (rechtsanwaltkaufmann.de)

 

Finanzieller Schaden durch Telefonbetrug

Die Betrugsmasche der Telefonbetrüger ist teilweise schwer zu durchschauen, da sie wahre Informationen verwendet werden, um das Opfer in guten Glauben zu wiegen. So verschleiern die Täter etwa ihre tatsächliche Telefonnummer mit einem sogenannten Spoof-Call. Dem Opfer wird ein dringender Notfall vorgespielt, der ein schnelles Eingreifen benötigt, um das Opfer von längerer Bedenkzeit abzuhalten. Der Betrug fällt oft erst auf, wenn es zu spät ist. Auf dem Kontoauszug tauchen plötzlich nicht autorisierte Überweisungen auf. In diesem Fall sollten Sie Ihr Konto umgehend sperren.

 

Kann das gestohlene Geld erstattet werden? - Ein Fall unserer Kanzlei

Die Täter sind oft schwer zu identifizieren, daher stellt sich die Frage, ob Banken zum Ausgleich wirtschaftlicher Verluste herangezogen werden können. Unsere Kanzlei hat sich mit einem derart gelagerten Fall befasst. Dabei ging es Wesentlichen um Folgendes: Unsere Mandantin hatte ein Girokonto bei ihrer Bank, deren Online-Banking-Funktion sie zum Tätigen von Überweisungen nutzte. Eines Tages im Dezember 2020 erhielt sie einen Anruf von einem Mann, der sich als Angestellter ihrer Bank ausgab. Er sagte ihr, dass ihr Konto angegriffen würde und er ihre sofortige Hilfe benötige. Um seine Tätigkeit für die  Bank glaubwürdig zu machen, konnte der Mann ungefragt den Namen des zuständigen Kundenberaters und die letzte Überweisung des Kontos angeben. Dann fragte er unsere Kundin nach ihrem Geburtsdatum und ihrer IBAN. Sie nannte ihm die geforderten Informationen, da sie glaubte, dass ihr Konto tatsächlich gehackt wurde und dass sie mit einem echten Bankangestellten telefonierte. Der Mann legte daraufhin auf. Später stellte die Mandantin fest, dass mehrere Überweisungen ohne ihre Zustimmung erfolgt waren. Sie meldete den Vorfall ihrer Bank. Dieser lehnte jedoch eine Rückerstattung des erbeuteten Geldes ab. Die Mandantin kontaktierte daraufhin unseren Anwalt und wies uns an, ihren Fall in ihrem Namen zu bearbeiten. Auf ein Schreiben unserer Anwaltskanzlei hin erstattete die Bank schließlich das verlorene Geld über einen dafür eingerichteten Härtefallfonds.

 

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Quellen

Phishing: Online-Banking zieht Gauner an | Verbraucherzentrale.de

Achtung, Phishing-Betrug! Datenklau am Telefon | Verbraucherzentrale Bremen (verbraucherzentrale-bremen.de)

Phishing - RATGEBER INTERNETKRIMINALITÄT (polizei-praevention.de)

Phishing-Warnung Telefonanruf Volksbank Niedersachsen-Mitte eG (volksbank-niedersachsen-mitte.de)