MPC Offen Produktentanker Flotte – Schadensersatz, Hilfe für Anleger

MPC Offen Produktentanker Flotte – Schadensersatz, Hilfe für Anleger
04.03.2012346 Mal gelesen
Schadensersatz für Anleger von Schiffsfonds.

Kaum eine Woche vergeht in der Anleger, die in Schiffsfonds investierten, von neuerlichen Schreckensbotschaften über Insolvenzen, ausfallende Ausschüttungen oder gar Rückforderungen von bereits ausgezahlten Ausschüttungen verschont werden. Da Schiffsfonds, die mit Schiffen der Offen Reederei bestückt sind, bereits wegen Problemen mit Fremdwährungskrediten in die Schlagzeilen geraten sind, stellen sich viele Anleger des Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte die Frage, was das Jahr 2012 wohl für sie bringen wird.

 

Das Hamburger Emissionshaus MPC legte den geschlossenen Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte 2007 auf. Der Schiffsfonds spezialisiert sich auf Produkten-/Chemikalientanker. Die acht Tanker TS CPO France, TS CPO Sweden, TS CPO Germany, TS CPO Finland, TS CPO Norway, TS CPO Russia, TS CPO Italy und TS CPO England gehören dem Fonds. Circa 3.000 Anleger investierten Geld in den Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte.

 

Eine Reihe von Risikofaktoren, die bei anderen Schiffsfonds zu besorgniserregenden finanziellen Schieflagen bis hin zur Insolvenz sorgten, finden sich auch bei dem Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte wieder. Nach Informationen der Fondszeitungen sollen Fremdwährungskredite beim ebenfalls von MPC aufgelegten Schwesterfonds Offen Flotte zu einer Kürzung der Ausschüttungen für 2011 geführt haben. Auch der Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte verfügt über solche Fremdwährungskredite, die momentan desaströsen Auswirkungen auf Schiffsfonds haben können.

 

Ausweislich des Prospekts nahm der Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte Kredite in japanischen Yen auf. Die Kursunterschiede zwischen US-Dollar und dem seinerzeit schwachen Yen sollten es dem Fonds möglich machen, dass mit den in US-Dollar erzielten Tageseinnahmen die Yen-Kredite möglichst günstig abgelöst werden können. Das Emissionshaus MPC kalkulierte, dass der Kurs langfristig bei 115 Yen je US-Dollar liegen werde. Durch die Finanzkrise erstarkte der Yen jedoch, sodass der Kurs seit 2009 stetig steigt und sich Ende 2011 bei nur noch 77 Yen je 1 US-Dollar befand. Im Prospekt wurde davon ausgegangen, dass die langfristige Untergrenze des Wechselkurs‘ bei 105 Yen je US-Dollar liegen werde. Die Entwicklung des Yen dürfte für die Finanzen des Fond MPC Offen Produktentanker Flotte eine Belastung sein.

 

Der Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte dürfte auch von der die allgemein desolaten Lage der Transportschifffahrt betroffen sein. Seit Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 und der globalen Wirtschaftskrise ist die Nachfrage nach (Standard)Schiffstransporten zurückgegangen. Gleichzeitig drängten neugebaute Schiffe, die noch vor 2008 bestellt wurden, auf den Markt. Folge war, dass die Charterraten für Transportschiffe geringer wurden. Im Anlageprospekt des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte wurde aber von einer stetig steigenden Nachfrage ausgegangen. So musste bereits 2010 die Frage, ob der Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte die anvisierten Erträge von 20.000 US-Dollar täglich je Schiff erwirtschaften kann, negativ beantwortet werden. Konsequenz für die Anleger war, dass die Ausschüttungen ausfielen. Die allgemeine Lage der Schifffahrt erholte 2011 nur sehr zögerlich, weswegen die Erwartungen an die Ausschüttungen für das Jahr 2011 nicht allzu optimistisch sein sollten. Auf den Punkt gebracht spricht nicht viel dafür, dass der Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte ein brillantes wirtschaftliches Ergebnis für 2011 präsentieren wird. Anleger sollten daher nicht allzu optimistisch sein.

 

Anleger des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte, die die Krise bei den Schiffsfonds nicht hinnehmen wollen, sollten handeln und ihre Kapitalanlage rechtlich überprüfen lassen. Bei Kapitalmarktanlagen wurden Anleger häufig falsch beraten, da die Banken oder Anlageberater nicht ausreichend aufklärten. So versäumten sie es, auf die hohen Vermittlungsprovisionen, die laut Stiftung Warentest bei Anlageprodukten aus dem Haus MPC flossen, hinzuweisen. Ein weiterer Ansatzpunkt einer rechtlichen Überprüfung kann die Widerrufsbelehrung sein, die den vom Bundesgerichtshof entwickelten Kriterien genügen muss. Bei der Widerrufsbelehrung des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte ist das fraglich. Wurden die Anleger falsch beraten oder sonstige Pflichten durch Banken, Anlageberater oder MPC verletzt, bestehen gute Chance, dass die Anleger sich von dem Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte lösen können. Wenn die Kapitalanlage rückabgewickelt wird, können Anleger Schadensersatz fordern. Im Idealfall sogar verzinst. Daher sollten Anleger des Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden.

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