Motoren verschleißen nach Software Update bei Dieselmotoren

01.11.20171799 Mal gelesen
AGR-Ventile verkrusten nach VW - Software Update

Was autobild.de bereits im Mai 2017 unkte, ist nun für viele VW-Fahrer traurige Realität geworden. Wie Rechtsanwalt Johannes von Rüden weiß, treten bei einer Vielzahl von VW-Fahrzeugen bereits wenige Wochen nach der Durchführung des sogenannten Soft Updates Probleme mit den Dieselmotoren auf. Genauer: das sogenannte Abgasrückführungsventil (AGR-Ventil) streikt nach der Durchführung des Motor-Updates.

Johannes von Rüden ist Rechtsanwalt & Partner in der Kanzlei Werdermann | von Rüden Partnerschaft von Rechtsanwälten in Berlin. Die Kanzlei betreut inzwischen mehr als 2.000 Mandate im Zusammenhang mit der Schummel-Diesel-Affäre. Eine erhebliche Anzahl von Mandanten berichtet von gravierenden Problemen mit ihren Dieselmotoren, nachdem diese sich mit der Durchführung des Software Updates einverstanden erklärt hatten. Ein nicht unerheblicher Leistungsabfall, oder ein spürbarer Mehrverbrauch an Kraftstoff - nicht selten auch beides in Kombination - gehören hierbei fast schon zur Regel. Allein dies wird für die Käufer der Fahrzeuge der gehobenen Mittelklasse als unzumutbarer Zustand empfunden.

Motoren streiken nach Software Update

Doch damit nicht genug. Immer häufiger leuchtet nun für Volkswagen-Fahrer buchstäblich die Motorkontrollleuchte auf. Grund hierfür ist in einer Vielzahl von Fällen eine Verkrustung und Verdreckung des AGR-Ventils. Hierbei handelt es sich um ein Motorenbauteil, das einen Teil der Abgase über ein Ventil zurück in die Brennräume leitet. Hierdurch wird eine Reduzierung des Stickstoffoxid-Ausstoßes bezweckt. Allerdings erhöht sich dadurch gleichzeitig der Rußpartikelausstoß, was regelmäßig  Verdreckung und Krustenbildung innerhalb der Abgasrückführung nach sich ziehen kann. Als mögliche Folge kann es hierdurch dazu kommen, dass sich der Motor nicht mehr starten lässt oder insbesondere sogar während der Fahrt ins Notlaufprogramm schaltet.

So geschah es auch bei einer erheblichen Vielzahl von vom "Diesel-Gate" betroffenen Besitzern eines Volkswagens.

Der Kanzlei Werdermann | von Rüden sind etliche Fälle bekannt, in denen VW-Fahrer auf offener Straße anhalten mussten und auf Autobahnen liegenblieben. Anschließende Reparaturen wurden von Werkstätten oft mit hurenden Summen bepreist. In einigen Fällen übernahm VW aus sogenannten "Kulanzgründen" die Kosten, ließ jedoch im gleichen Atemzug und meist ungefragt verlauten, dass diese "Versottung" des AGR-Ventils nichts mit dem kurz zuvor durchgeführten Software Update zu tun habe.

Weitere Informationen zum AGR-Dilemma finden Sie hier.

 

VW-Kunden werden im Dunkeln gelassen

Bis heute lässt VW ihre Kunden über die Einzelheiten des Software Updates im Dunkeln. Auch auf Nachfrage werden in den Werkstätten keine genauen Auskünfte darüber erteilt, wie das sogenannte "Update" denn genau dafür sorgt, dass die relevanten Richtwerte für den Schadstoffausstoß auf einmal doch eingehalten werden können, ohne dass dies mit einem Abfall in der Motorenleistung oder einem Mehrverbrauch an Kraftstoff einhergehen soll.

Wer sich gegen ein Update seines Motors entscheidet, dem werden von einschlägigen Werkstätten Reparaturen oder teilweise die Hauptuntersuchung (HU) verwehrt, sowie mit Meldung an das Kraftfahrbundesamt (KBA) gedroht.

Von Seiten des Volkswagen Konzerns wird unterdessen lediglich verlauten gelassen, das Software-Update habe keinerlei negativen Einfluss auf die Motoren. Insofern wird der Weisheit letzter Schluss wohl nur über eine Reihe von Gutachten herbeigeführt werden können. Hierfür sind insbesondere die Kurzzeit-, mittelfristigen, sowie die Langzeitfolgen zu betrachten und genau zu analysieren. Hierzu sind bereits wichtige Schritte eingeleitet, wie Johannes von Rüden in Aussicht stellt: "Die Frage ist nicht mehr ob sich negative und damit rechtlich relevante Folgen des Software Updates feststellen lassen, sondern nur noch wann."

Bisweilen wird die Durchführung des Software Updates rechtlich als Form der sogenannten Nacherfüllung im Sinne des Kaufrechts eingestuft; bei dessen ordnungsgemäßer Durchführung verliert der Käufer hierdurch seine weiteren Gewährleistungsrechte. Sollte diese zweite Andienung für den Kunden jedoch ehr Probleme schaffen, als beseitigen, wäre eine Nachbesserung fehlgeschlagen, wodurch der Käufer die Möglichkeit erhält sich vom Kaufvertrag und mithin von seinem unliebsam gewordenen "Volkswagen" zu lösen.

Kostenfreie Erstberatung durch Werdermann | von Rüden

Falls auch Sie Volkswagenkunde sind und Interesse an der Überprüfung Ihrer Rechte in Bezug auf die Diesel-Affäre haben, prüfen die Rechtsanwälte von Werdermann | von Rüden gerne inwiefern auch Sie vom Vorgehen des VW Konzerns betroffen sind. Abhängig davon, ob Sie bereits ein Software Update haben durchführen lassen oder nicht, ist eine individuelle und spezielle Vorgehensweise notwendig, um auch Ihre Interessen umfassend zu wahren und schließlich durchzusetzen. Die Rechtsanwälte von Werdermann | von Rüden Partnerschaft von Rechtsanwälten sind auf das Kapitalmarkt- sowie Verbraucherschutzrecht spezialisiert.

Für eine unverzügliche und effektive Rechtsberatung setzen Sie sich ganz einfach mit uns über E-Mail oder telefonisch in Verbindung. Wir freuen uns auf ein erstes vertrauensvolles Gespräch mit Ihnen.