Selbstanzeige: NRW will weiter Steuer-CDs kaufen

Selbstanzeige: NRW will weiter Steuer-CDs kaufen
26.08.2014878 Mal gelesen
NRW werde weiterhin CDs mit Daten mutmaßlicher Steuersünder ankaufen, kündigte NRW-Finanzminister Walter Borjans in der Rheinischen Post online an.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Für Steuersünder steigt die Gefahr, entdeckt zu werden, weiter an. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Walter Borjans sagte im Gespräch mit der Rheinischen Post, dass weiterhin Steuer-CDs angekauft werden sollen. Und zwar so lange bis gewährleistet sei, dass die Schweiz und andere Steueroasen dem deutschen Fiskus alle notwendigen Unterlagen im Kampf gegen Steuerhinterziehung zukommen lasse.

Der Druck auf die Steuersünder scheint sich auszuzahlen. Seit 2010 haben sich dem Bericht zu Folge, allein in Nordrhein-Westfalen rund 16.500 Steuersünder selbst angezeigt. Die meisten Anzeigen kamen dabei aus dem Raum Düsseldorf. Nicht nur der Ankauf von Steuer-CDs, sondern sicher auch die Fälle prominenter Steuersünder, die verstärkte Kooperationsbereitschaft der Schweiz und anderer Staaten sowie die geplante Verschärfung der Regeln für die Selbstanzeige, haben dazu geführt, dass immer mehr Steuerhinterzieher reinen Tisch machen wollen.

Dabei können sie allerdings nur dann straffrei ausgehen, wenn sie die Selbstanzeige rechtzeitig stellen und diese vollständig ist. Sie muss alle relevanten Steuerunterlagen der vergangenen fünf Jahre enthalten, damit das Finanzamt an Hand dieser Daten einen geänderten Steuerbescheid ausstellen kann. Fehlen wichtige Unterlagen, kann das dazu führen, dass die Selbstanzeige fehlschlägt und nicht strafbefreiend wirkt.

Da jeder Fall von Steuerhinterziehung anders ist, sollte die Selbstanzeige auch nicht auf eigene Faust oder mit Hilfe von vorgefertigten Musterformularen verfasst werden. Das Risiko, dass die Selbstanzeige dann unvollständig ist, ist zu groß. Sicherer ist es, im Steuerrecht kompetente Rechtsanwälte und Steuerberater hinzuziehen. Sie können jeden Fall individuell beurteilen und wissen entsprechend, welche Unterlagen dem Finanzamt vorgelegt werden müssen, damit die Selbstanzeige strafbefreiend wirkt.

Da im kommenden Jahr die Regeln für die Selbstanzeige verschärft und auch höhere Strafzuschläge erhoben werden, sollte die Selbstanzeige nach Möglichkeit noch in diesem Jahr gestellt werden.

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