Sparkasse KölnBonn spielte Kunden durch fehlerhafte Widerrufsinformationen unfreiwillig „ewiges“ Widerrufsrecht in die Hände

Sparkasse KölnBonn spielte Kunden durch fehlerhafte Widerrufsinformationen unfreiwillig „ewiges“ Widerrufsrecht in die Hände
17.01.2016314 Mal gelesen
Sparkasse KölnBonn verwendete jahrelang fehlerhafte Widerrufsbelehrungen. Deshalb noch heute Darlehensvertrag mit Hilfe der Kanzlei Werdermann | von Rüden widerrufen und viel Geld sparen.

Sparkasse KölnBonn spielte Kunden durch fehlerhafte Widerrufsinformationen unfreiwillig „ewiges“ Widerrufsrecht in die Hände

Die Sparkasse KölnBonn spielte ihren Kunden über Jahre, vor allem 2010 und 2011, unfreiwillig ein „ewiges“ Widerrufsrecht in die Hände, indem sie fehlerhafte Widerrufsinformationen verwendete. Entsprechende Verträge sind noch heute widerrufbar. Denn bei Verbraucherdarlehensverträgen beginnt nach geltendem Recht eine Widerrufsfrist dann nicht, wenn das Kreditinstitut, hier die Sparkasse KölnBonn, die Kreditnehmer unvollständig oder fehlerhaft über ihr Widerrufsrecht informiert. So will es das geltende Recht als besonderen Schutz für den Verbraucher.

 

Vorfälligkeitsentschädigung an die Sparkasse KölnBonn dank „ewigem“ Widerrufsrecht vermeidbar

Dass die Sparkasse KölnBonn durch fehlerhafte Informatioen ein solches „ewiges“ Widerrufsrecht schuf, kann sich für ihre Kunden als wahrer Glücksfall erweisen. Denn bei einem Widerruf fällt anders als bei einer Kündigung eine sog. Vorfälligkeitsentschädigung nicht an. Dadurch lässt sich auf wirtschaftlich lohnende Weise der Weg weg von einem alten, vor allem teuren und hin zu einem neuen Kredit zu den heute historisch niedrigen Zinssätzen ebnen. Durch eine derartig gezielte Umschuldung können so viele Tausende Euro eingespart werden.

 

Handeln bevor neues Gesetz die Sparkasse KölnBonn vor Widerruf schützt

Kunden der Sparkasse KölnBonn, die diesen „Widerrufsjoker“ noch nutzen möchten, müssen aber schleunigst handeln. Denn ein Gesetzesentwurf, den der Deutsche Bundesrat unlängst eingebracht hat, sieht vor, dass die Möglichkeit eines „ewigen“ Widerrufsrechts aus dem Deutschen Recht verbannt wird. Stattdessen soll auch für Darlehensverträge eine absolute Widerrufsfrist eingeführt werden. Zugleich soll letztmalig am 20.6.2016 die Ausübung eines bislang „ewigen“ Widerrufsrechts möglich sein.

 

Etliche Abweichungen der Widerrufsinformationen der Sparkasse KölnBonn vom Muster des Gesetzgebers – kein Vertrauensschutz

Die Widerrufsinformationen der Sparkasse KölnBonn wichen in vielerlei Hinsicht vom Muster des Gesetzgebers ab. Dies geschah durch das Verwenden einer Ankreuzoptionslösung, das Abdrucken diverser Klammern („Der Widerruf ist zu richten an:“), die Ersetzung des Wortes „niedrigeren“ durch „verminderten“ und Ergänzung des Punktes „Angabe der für die Sparkasse zuständigen Aufsichtsbehörde“ in der Klammer nach § 492 II BGB. Weil aber nur bei unveränderter Übernahme das Vertrauen in die Richtigkeit des Musters des Gesetzgebers geschützt ist, genießt die Sparkasse KölnBonn keinerlei sog. Vertrauensschutz. Etwaige Fehler – auch unverändert vom Gesetzgeber übernommene – sind der Sparkasse KölnBonn daher zuzurechnen.

 

Sparkasse KölnBonn verschwieg eigene Pflichten in Widerrufsinformation und verwendete gegen Deutlichkeitsgebot verstoßende Ankreuzoptionslösung

Fehlerhaft sind die Widerrufsinformationen der Sparkasse KölnBonn wohl zunächst deshalb, weil sie verschweigen, dass auch die Sparkasse KölnBonn im Falle eines Widerrufs eine Verpflichtung zur Rückgewähr etwaig empfangener Leistungen trifft. Dass dieser Umstand nicht mitgeteilt wurde, könnte Kunden der Sparkasse KölnBonn von der Ausübung ihres Widerrufsrechts abgehalten haben. Auch die verwendete Ankreuzoptionslösung stellt wohl einen Fehler dar. Denn sie beeinträchtigt die Übersichtlichkeit und Deutlichkeit der Widerrufsinformation ziemlich beachtlich. Der Blick auf die nicht angekreuzten Optionen dürfte den Verbraucher darüber hinaus wohl zusätzlich irritieren.

 

Durch unvollständige Aufzählung der Pflichtangaben für den Fristbeginn verstieß Sparkasse KölnBonn gegen Deutlichkeitsgebot

Letztlich stellt es wohl auch einen Fehler dar, dass die Sparkasse KölnBonn in der Klammer nach § 492 II BGB einige, aber nicht alle Pflichtangaben aufzählte. Denn sie koppelte den Widerrufsfristbeginn ausdrücklich an den Erhalt aller Pflichtangaben nach § 492 II BGB. Weil die Aufzählung aber nur Beispielcharakter hatte, war es für die Kunden der Sparkasse KölnBonn nicht ohne weiteres möglich, den Fristbeginn genau zu bestimmen.

 

Widerrufsinformationen anderer Kreditinstitute, die ähnliche Fehler enthalten:

 
  • Aachener Bausparkasse 2014
  • Allgemeine Hypothekenbank Rheinboden 2006
  • AXA Bank 2003 bis 2006
  • Bausparkasse Mainz 2012
  • Commerzbank 2011
  • DEVK Allgemeine Lebensversicherung 2011
  • Hamburger Sparkasse 2011
  • Kreissparkasse Ostalb 2011
  • Sparkasse Bodensee 2010
  • Sparkasse Forchheim 2011
 

Zum erfolgreichen Widerruf des Vertrags bei der Sparkasse KölnBonn mit Werdermann | von Rüden – kostenlose Erstprüfung als Service der Kanzlei

Zwar spricht vieles für eine Fehlerhaftigkeit der Widerrufsinformationen der Sparkasse KölnBonn. Im Einzelfall ist aber immer eine professionelle rechtliche Prüfung zur Würdigung der jeweils besonderen Umstände angeraten. Die Anwälte der Kanzlei Werdermann | von Rüden haben sich in den vergangenen Jahren bundesweit einen exzellenten Ruf (nicht nur) bei der Prüfung Verbraucherdarlehen auf ihre Widerrufbarkeit erarbeitet. Zum besonderen Service der Kanzlei Werdermann | von Rüden gehört eine kostenlose Erstprüfung Ihrer Vertragsunterlagen von der Sparkasse KölnBonn auf Widerrufbarkeit. Weitere Informationen dazu finden Sie unter folgendem Link: https://www.wvr-law.de/widerruf-immobilienkredit-ohne-vorfaelligkeitsentschaedigung

 

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  1. Sie wissen, ob Ihre Widerrufsinformation fehlerhaft ist.
  2. Wir sagen Ihnen, wie die Gerichte gerade zu Ihrem Fall entscheiden.
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  4. Wir sagen Ihnen, was die Rechtsdurchsetzung kostet.
  5. Wir sagen Ihnen, wie lange es dauert, bis Sie aus dem Vertrag herauskommen.
 

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Mehr Informationen zum Widerruf gegenüber Sparkassen finden Sie unter:

 

https://www.wvr-law.de/%3Fp%3D5650/fehlerhafte-widerrufsbelehrung-des-sparkassenverlags

 

https://www.wvr-law.de/widerrufsbelehrungen-der-sparkassen-diese-formulierungen-benachteiligen-verbraucher/

 

https://www.wvr-law.de/widerrufsbelehrung-sparkasse-fehlerhaft