Abgas-Skandal bei VW – schon wieder wochenlange Verzögerungen bei Passat-Rückruf

Abgas-Skandal bei VW – schon wieder wochenlange Verzögerungen bei Passat-Rückruf
16.04.2016837 Mal gelesen
Enorme Verzögerungen bei Passat-Rückruf. 160.000 VW-Kunden betroffen.

Unlösbare Probleme mit Software-Umrüstung – VW muss Zeitplan für Passat-Rückrufaktion ändern und andere Modelle vorziehen

VW muss seinen Zeitplan für die geplanten Passat-Rückrufaktionen umstellen. Davon betroffen sind ca. 160.000 Eigentümer entsprechender Passat-Modelle, die in der ersten Charge umgerüstet werden sollten. Zunächst sollte eigentlich die Software der 2,0-Liter-Passat-Modelle umgerüstet werden. Weil sich aber für den Automobilhersteller unlösbare Probleme ergeben haben, sollen nun erst einmal in Absprache mit dem Kraftfahrt-Bundesamt andere Fahrzeugmodelle, bspw. die Golf-Modelle, zurückgerufen und umgerüstet werden. Die Genehmigung dieser Behörde ist unabdingbar, das Kraftfahrt-Bundesamt verweigert diese aber seit Wochen, mutmaßlich, weil es immer wieder Probleme mit Verbrauchswerten gab, sobald die veränderte Software aufgespielt wurde. So soll der Kraftstoffverbrauch durch das Aufspielen der neuen Software immer wieder gestiegen sein. Das Kraftfahrt-Bundesamt fordert von VW ferner Straßentests mit der modifizierten Software, bevor es eine Genehmigung erteilt.

 

Weiteres Vorgehen seitens VW bei Passat-Rückrufaktion – Konsequenzen für Passat-Eigentümer

Während nun zunächst die Golf-Modelle umgerüstet werden, sollen zeitgleich weitere Nachprüfungen beim Passat erfolgen, was wiederum einige Wochen in Anspruch nehmen soll. Vor allem die Überarbeitung der Software, um die Fahrzeuge den Vorgaben entsprechend umrüsten zu können und einen Kraftstoffmehrverbrauch zu verhindern, wird dem VW-Sprecher zufolge nicht ohne großen Zeitaufwand möglich sein. Ein offizieller Zeitplan für die Passat-Rückrufaktion existiert derzeit nicht, der Rückruf wird sich aber wohl bis Juni verzögern, obwohl er eigentlich schon im März starten sollte. Passat-Eigentümer werden also noch eine ganze Weile warten müssen, bis VW ihre Ansprüche endlich erfüllt. Aus Kreisen der VW-Führung und dem Aufsichtsrat wird denn auch nur vertröstet, dass die Einhaltung von Zeitplänen nachrangig sei. Im Vordergrund stehe eine erfolgreiche Umrüstung, die keine weiteren Fehler hervorrufe.

 

Eigennütziges Handeln bei VW auf Kosten der Passat-Eigentümer

VW handelt insoweit vor allem eigennützig. Denn den Passat-Eigentümern stehen ggf. nach der Umrüstung noch weitere Ansprüche zu, wenn die „Lösung“, die VW anbietet, zur Folge hat, dass ihr Fahrzeug nach der Umrüstung mehr Kraftstoff als vorher verbraucht. Denn dann handelt es sich um eine mangelhafte Nachbesserung an der Kaufsache, weshalb Eigentümer entsprechender Passat-Modelle unter Umständen mindern, zurücktreten oder Schadensersatzansprüche geltende machen können. Um den damit möglicherweise verbundenen Kosten aus dem Weg zu gehen, lässt VW seine Kunden daher lieber noch länger warten. Doch auch wegen dieses langen Wartenlassens bzw. durch die Unmöglichkeit seitens VW, ordentlich nachzubessern, können die eben genannten Ansprüche für VW-Kunden entstehen.

Werdermann | von Rüden: Kostenlose Erstberatung und Durchsetzung von Ansprüchen von VW-Kunden

VW-Kunden, insb. Passat-Eigentümer, die Opfer dieser Verzögerungen geworden sind, nicht länger warten wollen und ihre Ansprüche gegenüber VW zeitnah und auf die für sie lukrativste Art und Weise geltend machen möchten, können sich an die Kanzlei Werdermann | von Rüden wenden. Die Kanzlei Werdermann | von Rüden bietet eine kompetente, kostenlose Erstberatung, um die weiteren Schritte zu planen. Auf der eigens dafür eingerichteten Website informieren die Anwälte der Kanzlei Werdermann | von Rüden regelmäßig über aktuelle und wichtige Neuigkeiten rund um den VW-Abgas-Skandal.

 

Eigentümer folgender Fahrzeuge haben im Rahmen des Abgas-Skandals möglicherweise Ansprüche gegenüber VW:

Volkswagen Baujahre: 2008 – 2015

  • VW Amarok (2.0 TDI)
  • VW Beetle (2.0 TDI) (Cabriolet)
  • VW Caddy (1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW CC
  • VW Eos (2.0 TDI)
  • VW Golf VI (GTD, 1.6 TDI, 1.6 TDI BlueMotion,1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI) (Variant, Cabriolet, Golf Plus)
  • VW Jetta
  • VW Passat VII (1.6 TDI BlueMotion, 1.6 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion Technology) (CC, Variant)
  • VW Polo (1.6 TDI, 1.6 TDI Blue Motion Technology)
  • VW Scirocco (2.0 TDI, 2.0 TDI BlueMotion Technology)
  • VW Sharan (2.0 TDI BlueMotion Technology, 2.0 TDI BlueMotion)
  • VW Tiguan I (2.0 TDI)
  • VW Touran (1.6 TDI, 2.0 TDI)
  • VW Transporter

Audi Baujahre: 2009 – 2014

  • Audi A1 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Sportback)
  • Audi A3 (1.6 TDI, 2.0 TDI) (Cabriolet, Sportback)
  • Audi A4 (2.0 TDI) (Cabriolet,Allroad, Avant, Quattro)
  • Audi A5 (2.0 TDI) (Cabriolet. Coupè, Sportback)
  • Audi A6 (2.0 TDI) (Avant)
  • Audi Q3 (2.0 TDI)
  • Audi Q5 (2.0 TDI)
  • Audi TT (2.0 TDI) (Coupè)

Skoda Baujahre: 2009 – 2014

  • Skoda Fabia (1.6 TDI)
  • Skoda Octavia (1.6 TDI, 1.6 TDI GreenLine, 2.0 TDI) (Combi, Scout)
  • Skoda Rapid (1.6 TDI)
  • Skoda Roomster (1.6 TDI)
  • Skoda Superb (1.6 TDI, 2.0 TDI, 1.6 TDI GreenLine) (Combi)
  • Skoda Yeti (1.6. TDI, 1.6 TDI Greenline, 2.0 TDI)

Seat

  • Seat Alhambra
  • Seat Altea, Seat Altea XL
  • Seat Exeo (2.0 TDI)
  • Seat Ibiza
  • Seat Leon
  • Seat Toledo (1.6 TDI)

VW

  • Golf (1.4 TSI, 1.6 TDI)
  • Passat (1.4 TSI, 1.6 TDI, 2,0 TDI)
  • Polo (1,4 TSI, 1.6 TDI)

Audi

  • Audi A1 (1.4 TFSI)
  • Audi A3 (1.4 TFSI)

Skoda

  • Octavia

Seat

  • Leon
  • Ibiza