ARBEITSRECHT: Immer weniger Tarifverträge/ RA Sagsöz, Bonn

12.05.2010616 Mal gelesen

Tarifverträge verlieren an Bedeutung laut einer neuen Studie

So hätten im Jahr 2009 bundesweit nur noch 52 Prozent in sogenannten tarifgebundenen Betrieben gearbeitet. Im Jahre 1996 habe dieser Anteil noch bei 67 Prozent gelegen. Vor allem in Ostdeutschland ist der Anteil der in tarifgebundenen Betrieben beschäftigten Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Im Jahre 1996 waren es noch 56 Prozent, 2009 nur noch 38 Prozent.

In Westdeutschland war dagegen zum ersten Mal seit dem Jahr 2001 der Anteil der tarifgebundenen Beschäftigten leicht gestiegen (1%).  Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von 15 000 Betrieben.

Da sich manche Firmen dennoch am jeweiligen Branchentarifvertrag orientierten, profitierten rund 20 Prozent der Arbeitnehmer indirekt von den Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern.  Für weitere 9 Prozent der Beschäftigten im Westen und 13 Prozent im Osten galten im Vorjahr Firmentarifverträge, die zwischen Betrieb und Gewerkschaft ausgehandelt wurden.

RA Sagsöz, Bonn