Penell GmbH – Wert des Warenlagers nur ca. 2,5 Mio. Euro - Unterbesicherung der Anleihe

Penell GmbH – Wert des Warenlagers nur ca. 2,5 Mio. Euro - Unterbesicherung der Anleihe
19.12.2014297 Mal gelesen
Penell GmbH - Unterbesicherung des Anleihe - Wert des Warenlagers nur 2,5 Mio. Euro - Aufarbeitung der Hintergründe - Nachbesicherungskonzept wird erarbeitet - mögliche Prospektfehler - Einladung zur Gläubigerversammlung in Kürze

Frankfurt am Main, 18. Dezember 2014: In einer Pressemitteilung hat die Penell GmbH bekanntgegeben, dass die vom Sicherheitentreuhänder der Anleihe durchgeführte Zwischeninventur einen Wert des gesamten Warenlagers inklusive der Kupferbestände von ca. EUR 2,5 Mio. ergeben hat. Die Kupferbestände sind Teil des Warenlagers, das zur Besicherung der Unternehmensanleihe (ISIN: DE000A11QQ82) der Penell GmbH dient. Erst kürzlich hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die Lagerbestände nicht dem im Wertpapierprospekt angegebenen Wert entsprächen. Im Wertpapierprospekt ist der Wert des Warenlagers einschließlich der Kupferbestände mit ca. 9,0 Mio. Euro angegeben. Damit beträgt der Wert des gesamten Warenlagers weniger als ein Drittel des im Wertpapierprospekt angegebenen Wertes. Zudem liegt der Wert des Warenlagers auch deutlich unter dem Schwellenwert, ab dem die Penell GmbH die Anleihe nachbesichern muss.

Aufarbeitung der Vorgänge

Offensichtlich ist die Penell GmbH von den Vorgängen ebenso überrascht, wie die betroffenen Anleger. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet nämlich das Management gemeinsam mit dem Treuhänder daran, die Vorgänge lückenlos aufzuklären. Das ist aus Sicht der betroffenen Anleger auch dringend erforderlich, um zu klären, wer für die Probleme verantwortlich ist.

Nachbesicherung der Anleihe geplant

Weiter teilte das Unternehmen mit, dass derzeit gemeinsam ein angemessenes Nachbesicherungskonzept erarbeitet werde. Details zu der Art und der Höhe der Nachbesicherung wurden von der Penell GmbH jedoch nicht mitgeteilt.

Prospektfehler?

Der jetzt veröffentlichte Wert der Kupferbestände spricht aus Sicht von ARES Rechtsanwälte dafür, dass die Angaben im Wertpapierprospekt fehlerhaft waren. Dies steht jedoch noch nicht endgültig fest. Zwar hat die Penell GmbH in der Pressemitteilung auch erklärt, dass „das als Sicherheit zugesagte Kupfer nicht in ausreichender Menge vorhanden“ sei. Das lässt darauf schließen, dass die Kupfermenge, die bei der jetzigen Überprüfung durch den Sicherheitentreuhänder ermittelt wurde geringer ist, als die im Wertpapierprospekt angegebene Menge. Möglich ist jedoch, dass die Mengenunterschiede auf einen anderen Grund zurückzuführen sind. Klarheit wird erst die lückenlose Aufarbeitung der Hintergründe ergeben, die die Geschäftsführung angekündigt hat.

Einladung Gläubigerversammlung in Kürze

Die Penell GmbH hat angekündigt, dass der bereits in den Anleihebedingungen bestimmte Gemeinsame Vertreter der Anleihegläubiger in Kürze zu einer Gläubigerversammlung einladen wird.