MPC CPO Nordamerika Schiffe 1: Unternehmerische Beteiligungen bergen Risiken - Wie können sich Anleger wehren?

MPC CPO Nordamerika Schiffe 1: Unternehmerische Beteiligungen bergen Risiken - Wie können sich Anleger wehren?
13.11.2014375 Mal gelesen
Schiffsfonds eignen sich aufgrund ihres unternehmerischen Charakters nicht für jeden Anleger. Was können Anleger unternehmen, wenn sie sich fragen, ob sie mit der Beteiligung an dem Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 1 die „richtige“ Kapitalanlage haben?

Zahlreiche Schiffsfonds durchliefen seit 2010 stürmische Zeiten. Auch die Anleger der geschlossenen Beteiligung MPC CPO Nordamerika Schiffe mussten diese Erfahrung machen. Aufgrund des wirtschaftlich schwierigen Umfelds mussten sie bislang auf Ausschüttungen verzichten. Insofern wird der Fonds, der in fünf Containerschiffe der Panamax-Klasse investiert, sich auch in Zukunft beweisen müssen. Denn für jene Schiffe, die durch den (alten) Panama-Kanal passen, wird sich der Markt durch den voraussichtlich bis Mitte 2016 im Bau befindlichen neuen, breiteren Panama-Kanal verändern. Die Charterverträge der Schiffe des Fonds laufen noch bis 2015.

 

Die weitere Entwicklung der Kapitalanlage MPC CPO Nordamerika Schiffe 1 ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der Schiffe abhängig. Die mit einer unternehmerischen Beteiligung verbundenen Risiken tragen die Anleger der Beteiligungsgesellschaft CPO Nordamerika Schiffe 1 mbH & Co. KG mit. Daher erforderte diese besondere Art der Kapitalanlage von den Anlegern Risikobereitschaft. Dies sollte den Anleger vor der Beteiligung am Schiffsfonds MCP CPO Nordamerika Schiffe bewusst gewesen – insbesondere dann, wenn sie sich auf Anraten eines Sparkassen- oder sonstigen Anlageberaters an diesem Fonds beteiligten.

 

Wenn Berater Anlegern eine bestimmte Kapitalanlage, muss diese zum einen zu den Wünschen des Anlegers passen. Zum anderen müssen die Berater auch umfassend über die Kapitalanlage informieren: Wie funktioniert das Anlagemodell und welche Risiken bestehen? Die Berater dürfen also nicht nur die Vorteile und Chancen eines Finanzprodukts anpreisen, sie müssen umfassend aufklären. Bei Beteiligungen an Kommanditgesellschaften gehören hierzu auch jene Risiken, die aus der gesellschaftsrechtlichen Natur herrühren. An erster Stelle sind hier Verlustrisiken, die Haftung auf Gesellschaftsebene oder auch die bei Schiffsfonds immer wieder brisante Möglichkeit der Rückforderung von Ausschüttungen zu nennen.

 

Geschlossene Fonds erfordern Risikobereitschaft - wenn Anlageberatung Defizite aufweist, stehen Schadensersatzansprüche der Anleger im Raum

 

Wurde gegen eine dieser Beratungs- bzw. Hinweispflichten verstoßen, bestehen Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung. Denn eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild von der Kapitalanlage vermitteln. Doch nicht jedes Anlageberatungsgespräch wird diesen Anforderungen gerecht. Wenn Anleger des Schiffsfonds MCP CPO Nordamerika das Gefühl habe, dass sie in der Anlageberatung nicht zutreffend über die Eigenschaften ihrer Kapitalanlage informiert wurden, sollten sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden.

 

Weitere Informationen zu MPC-Schiffsfonds befinden sich auf der Homepage der Kanzlei sowie auf der Internetseite www.schiffsfonds.eu.

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de

www.schiffsfonds.eu