Infinus Dresden - Verdacht auf Betrug

07.11.2013663 Mal gelesen
Gegen die Infinus-Gruppe Dresden bzw. deren Verantwortliche sind strafrechtliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden wegen des Verdachts auf Betrug anhängig.

In Dresden und in anderen Standorten in Deutschland sowie in Salzburg haben Durchsuchungen in Geschäftsräumen und in Privaträumen stattgefunden, wie das sächsische Landeskriminalamt mitteilte.

Nach Aussage der Behörde besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten bei der Emission von Orderschuldverschreibungen in Prospekten falsche Angaben zur Vermögens- und Ertragslage von Emittenten gemacht haben.

So wird in den Medien, etwa in spiegel online und in der Sächsischen Zeitung (sz-online) berichtet, dass auch die Future Business KG betroffen sei. Laut MDR Sachsen handelt es sich bei der Future Business KG um die Muttergesellschaft der Infinus AG.

Seitens der Infinus AG wurden über freie Vermittler Anlegern der Erwerb von Orderschuldverschreibungen angeboten. Bei Orderschuldverschreibungen verpflichtet sich der Emittent an den namentlich bestimmten Gläubiger verbriefte Ansprüche, also in der Regel die Anlagesumme zzgl. Zinsen, zu bezahlen.

Die Rückzahlung der Ansprüche aus den Orderschuldverschreibungen hängen aber insbesondere auch von der Bonität des Emittenten ab und sind daher mit dem Risiko des Totalverlustes verbunden.

Aufgrund der Informationen der Staatsanwaltschaft und des Landeskriminalamtes wurden auch 6 deutsche Beschuldigte aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts Dresden verhaftet.

Gemäß Presseberichten sollen auch mehrere Kraftfahrzeuge beschlagnahmt worden sein.

Von der Infinus-Gruppe werden die Vorwürfe der strafrechtlichen Ermittlungsbehörden zurückgewiesen.

Geschädigte Anleger der Infinus-Gruppe, die bezüglich der Rückzahlung ihres Kapitals im Hinblick auf die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen besorgt sind, müssen allerdings selbst zivilrechtlich aktiv werden.

Hierzu muss aber zunächst einmal geklärt werden, ob und welche Schadensersatzansprüche einem Anleger zustehen können.

Sollten sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft erhärten, kann für Anleger auch ein Schadensersatzanspruch aus unerlaubter Handlung gegen Verantwortliche der Infinus-Gruppe begründet sein.

Außerdem kann sich für den Anleger auch ein Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Beratung ergeben, wenn er von seinem Berater fehlerhaft oder unrichtig über die Risiken und Hintergründe, insbesondere von Orderschuldverschreibungen, aufgeklärt worden ist.

Sofern Berater eine derartige Anlage als sicher bezeichnet haben, kommt z. B. ein Beratungsverschulden in Betracht.

Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner unterstützt und berät Anleger der Infinus-Gruppe hinsichtlich der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen.

Auch die Möglichkeit von Kündigungen im Fall des Erwerbs von Inhaberschuldverschreibungen sollte geprüft werden.

Anleger können sich jederzeit telefonisch an uns wenden.

Stand: 07.11.2013