DFH 98 Vodafone Campus Düsseldorf

DFH 98 Vodafone Campus Düsseldorf
28.05.2013433 Mal gelesen
Werben um Kleinanleger erbrachte nicht die notwendige Eigenkapitaldecke - nun sollen Großinvestoren die Lücke füllen. DFH 98-Anleger sind besorgt.

Das Auflegen eines Fonds ist für Bauherren größerer Projekte eine gute Möglichkeit, schnell an frisches Geld zu kommen - für das neue Vodafone-Headquarter in Düsseldorf zeichneten zahlreiche Anleger Anteile in Hoffnung auf gute Rendite. Allerdings: Es stellte sich bereits früh heraus, dass das notwendige Eigenkapital durch Kleinanleger allein nicht zusammen kommen würde. Aktuelles Problem: Großanleger verlangen offenbar besondere Rechte. Rechtsanwalt Dr. Meschede (mzs Rechtsanwälte Düsseldorf): "Und das geht oft zu Lasten der ganz normalen Fondszeichner, auf die man gern das Risiko abwälzen möchte!“

Vodafone soll angeblich 18 Millionen Euro Miete pro Jahr zahlen. Ein Prestigeobjekt für Düsseldorf. Diese Miete fließt in die Finanzierung eines geschlossenen Fonds, der letztendlich für die immensen Baukosten dieses Prestigeobjektes aufkommen muss. Die Deutsche Fonds Holding (DFH, Stuttgart) hatte dazu geplant, gut zwei Drittel des notwendigen Investitionsvolumens von 330 Millionen Euro durch private Kapitalanleger aufzubringen. Der ehrgeizige Plan blieb ein frommer Wunsch: Der aktuell schlechte Ruf geschlossener Fonds mit eingeschränkten Möglichkeiten zum Verlustabzug und gekappten Steuervorteilen machte es den Werbern schwer.  Der "Fonds DFH 98 Vodafone Campus Düsseldorf" weist aktuell eine Eigenkapitallücke in Höhe von fast 100 Millionen Euro auf.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Meschede: "Für die Anleger bedeutet das ein Risiko, über das sie in der Kapitalanlageberatung nicht informiert wurden. Hier wurde mit einer Eigenkapitaldecke in meiner Meinung nach unrealistischer Höhe geworben!" Um sich an der Objektgesellschaft des Projekt-Investors beteiligen zu können, muss diese Lücke geschlossen werden und dazu braucht's die angesprochenen Großanleger. Meschede: "Die wollen natürlich Geld verdienen und stellen ganz andere Sicherheitsansprüche wie die Masse der unorganisierten Kleinanleger!" Meschede weiß aus zahlreichen Zeitungsveröffentlichungen  der vergangenen Tage, dass an eine Teilung der Immobilie gedacht wird: "Und das bedeutet ein deutliches Schrumpfen des eigentlich versprochenen Immobilienbesitzes!"

Die Fondsanteile waren an knapp 400 Anleger zu mindestens 10.000 Euro je Anteil über die Sparkasse Düsseldorf mit weiteren Landesbanken, Sparkassen und Privatbanken  vertrieben worden. Meschede: "Wir empfehlen Anlegern, sich rechtzeitig über die Möglichkeit von Schadensersatzansprüchen Gedanken zu machen!" Aus Sicht des mzs-Experten könnte eine Falschberatung der Bankberater vorliegen, da den Anlegern falsche Versprechungen gemacht wurden. Außerdem sei über mögliche Risiken nicht informiert worden.

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