MPC Holland 59: Immobilienfonds eignen sich nicht für jedes Anlageziel

MPC Holland 59: Immobilienfonds eignen sich nicht für jedes Anlageziel
24.10.2012279 Mal gelesen
Immobilienfonds wie der Fonds MPC Holland 59 sind keine sicheren Kapitalanlagen. Welche Ansprüche können Anleger geltend machen?

Ausfallende Ausschüttungen für das Jahr 2011 sind derzeit bei verschiedenen Immobilienfonds, die in niederländische Immobilien investierten, zu beobachten. Bahnt sich bei den „Hollandfonds“ eine Krise an? Auch die Anleger des 2005 aufgelegten MPC Holland 59 müssen sich mit einer Nullrunde begnügen. Bereits die vorherige Ausschüttung des an sieben Immobilien beteiligten MPC Holland 59 war reduziert.

 

Diese Entwicklung verdeutlicht, dass geschlossene Immobilienfonds nicht unter allen Umständen verlässliche Kapitalanlagen sind. Denn geschlossene Immobilienfonds sind Unternehmensbeteiligung mit sämtlichen damit einhergehenden Risiken. Zu diesen Risiken zählen auch das Insolvenzrisiko oder das Totalverlustrisiko. Wurde ein Beteiligung am MPC Holland 59 dennoch als sichere Kapitalanlage angepriesen, handelt es sich um ein unzutreffende und schadensersatzauslösende Empfehlung.

 

Weiterhin handelt es sich beim Immobilienfonds MPC Holland 59 auch nicht um eine Kapitalanlage, bei der das investierte Geld jederzeit verfügbar ist. Zwar können Anteile an geschlossenen Fonds auf dem Zweitmarkt veräußert und zu Geld gemacht werden, jedoch hängt dies davon ab, ob sich ein Käufer für die Fondsanteile findet. Der Zweitmarkt ist nicht geregelt. Aufgrund dessen ist das im MPC Holland 59 investierte Geld auch nicht jederzeit problemlos verfügbar.

 

Beratung musste anleger- und anlagegerecht sein.

 

Über solche Risiken muss im Rahmen einer anleger- und anlagegerechten Beratung aufgeklärt werden. Neben der Risikoaufklärung müssen auch die Anlageziele des Anlegers ausreichend Beachtung finden und es dürfen nur Kapitalanlagen empfohlen werden, die auch mit solchen Ziele vereinbar sind. Kurz gesagt, eine anlage- und anlegergerechte Beratung muss sowohl die Wünsche des Anlegers berücksichtigen als auch ein umfassendes und realistisches Bild der empfohlenen Kapitalanlage zeichnen.

 

Wurden Anleger des MPC Holland 59 falsch beraten, stehen Schadensersatzansprüche im Raum. Denn eine ordnungsgemäße Anlageberatung muss den Anlegern ein umfassendes und realistisches Bild von der Kapitalanlage vermitteln. Die Überprüfung der Anlageberatung ist daher immer wieder ein erfolgversprechender Ansatzpunkt. Anleger des MPC Holland 59, die wissen möchten, welche individuellen Rechte und Ansprüche ihnen zustehen, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen.

 

Weitere Informationen:

Infoseite Geschlossene Immobilienfonds

 

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