Liquidation des U.S. Immobilienfonds Morgan Stanley „P2 Value“

05.11.2010867 Mal gelesen
Den offenen Immobilienfonds P2 Value von Morgan Stanley trifft nun das gleiche Schicksal wie zuvor die beiden offenen Immobilienfonds Kanam und Aberdeen. Morgan Stanley verkündete vor wenigen Tagen die Abwicklung seines offenen Immobilienfonds „P2 Value“. Der Fonds wurde vor etwa fünf Jahren für 40.000 Anleger aufgelegt. Das Fondsvolumen beläuft sich derzeit auf schätzungsweise 852 Mio. EUR. Bei Gründung des Fonds belief sich das Fondsvolumen auf 1,7 Mrd. EUR.

Wegen der Weltwirtschaftskrise und der großen Anzahl der Rückgabewünsche von Anlegern geriet der Fonds zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Seit Oktober 2008 wurde die Anteilsrücknahme daher auf bestimmte Zeit ausgesetzt. Seit mehreren Monaten wurde spekuliert, wie es nun für die betroffenen Anleger weitergehen wird. Der Fonds hat es in dieser Zeit nicht geschafft, durch anteilige Veräußerung ihrer Immobilien eine Wiedereröffnung zu vollziehen.

Die Verwaltungsgesellschaft teilte nun mit, dass das vorhandene Vermögen ausgezahlt wird. Wie hoch die Auszahlung, ausfallen wird, ist derzeit völlig ungewiss. Die im Fonds verbliebenen 34 Immobilien sollen bis September 2013 verkauft werden. Die daraus resultierenden Erlöse sollen halbjährlich an die Anleger ausgeschüttet werden. Ob hierzu jedoch genügend Liquidität zur Verfügung stehen wird ist ebenfalls noch ungewiss. Die erste Auszahlung soll angeblich im Januar 2011 erfolgen.
Anleger müssen mit erheblichen Einbußen rechen Derzeit ist davon auszugehen, dass Anleger mit einem hohen Verlust zu rechnen haben. Von dem eingesetzten Kapital wird nur noch ein Bruchteil davon zurück geführt werden können. Betroffene Anleger sollten daher die Liquidation nicht abwarten, sondern rechtzeitig mögliche Schadensersatzansprüche gegenüber der vermittelnden Bank oder der Kapitalanlagegesellschaft durch einem auf dem Gebiet des Kapitalanlage- und Bankenrecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen lassen. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche drohende Verjährung der Schadensersatzansprüche ist hier ein schnelles handeln erforderlich.