Solar Millennium AG: Anleger müssen Wechsel im Aufsichtsrat und Vorstand sowie einen Deal mit Fragezeichen im Licht der Insolvenz möglicherweise neu b

18.01.2012225 Mal gelesen
Ein komplexes und wahrscheinlich langwieriges Verfahren wartet auf rund 30.000 Aktionäre und Investoren der Schuldverschreibungen. Der Verkauf von etwa 60 Projektgesellschaften und Beteiligungen müssen nach Aussage des vorläufigen Insolvenzverwalters Volker Böhm bewerkstelligt werden. Auch die Fonds

Welche Werte die Kasse des ehemaligen „Sonnenschein-Unternehmens“ nachhaltig füllen werden, ist noch vollkommen offen. Die etwa 14.000 Aktionäre werden nach jetziger Einschätzung die größten Einbußen haben – Totalverlust nicht ausgeschlossen. Für die Fondsanleger sieht die Lage wohl besser aus; da das Andasol-Kraftwerk Strom produzieren soll und bei dem Ibersol-Projekt noch Gelder auf dem Treuhandkonto liegen sollen.

 

Die Anleger der Schuldverschreibung mit einem Volumen von über Euro 200 Mio. können im Rahmen des Insolvenzverfahrens Forderungen geltend machen. Die KANZLEI GÖDDECKE wird sich darüber hinaus für deren Belange einsetzen, denn erfahrungsgemäß können auch noch andere Verantwortliche in die Haftung genommen werden – davon profitieren Geldgeber, wenn sie sich frühzeitig um ihre investierten Gelder kümmern. Die Rechtsanwälte der KANZLEI GÖDDECKE prüfen Schadensersatzansprüche und werden solche in Betracht kommenden Rechte auch vor Gericht wahrnehmen.

 

Im Lichte der kurz vor Weihnachten eingeläuteten Insolvenz erhalten gewisse Ereignisse möglicherweise eine ganz neue Deutung. So fällt ein Aufsichtsratsmitglied durch eine unrühmliche Vergangenheit bei Kapitalanlagemodellen und die gegen ihn eingeleiteten behördlichen Maßnahmen auf. Ein anderer „Deal“ zwingt zur neuen Bewertung: Was für eine Intention steht vielleicht wirklich hinter dem Kauf von Gesellschaftsanteilen der Vertriebstochter Solar Millennium Invest AG von Prof. Dr. Wolfgang Gerke?

 

Schatten auf den Geschäftsverlauf lassen sich auch durch den fast karussellartigen Wechsel im Vorstandsvorsitz und dem Aufsichtsrat des Solarunternehmens rund drei Monate vor dem Insolvenzantrag nicht mehr vollkommen wegdiskutieren; Dr. Christoph Wolff (Aufsichtsratsvorsitzender) trat zurück und Dr. Jan Withag ist als neuer Vorstandschef bestellt worden; Marc von Herreweghe wurde Mitglied des Aufsichtsrats, dafür schied Hannes Kuhn auf Grund „persönlicher Gründe“ aus. Im November 2011 nahm Manfred Wächter die Position als Aufsichtsratsvorsitzender für den ausgeschiedenen Dr. Wolff ein.

 

Quelle: eigener Bericht

Aktien der Solar Millennium AG: ISIN DE0007218406

 

12. Januar 2012 (Rechtsanwalt Hartmut Göddecke)