Amazon bezeichnet Kontensperrung als endgültig

02.08.2013460 Mal gelesen
Im Falle der Amazon-Kontensperrungen, sind wir in unserem Beitrag vom 31.07.2013 zu dem Schluss gekommen, dass die Kontensperrungen unrechtmäßig sind. Wir haben den Betroffenen geraten sich mit den von uns geschilderten Argumenten an Amazon zu wenden, um eine Reaktivierung des Kontos zu verlangen.

Ein Betroffener wehrt sich gegen die Kontensperrung

Ein Betroffener folgte unserem Rat und wandte sich an Amazon mit der Bitte sein Konto zu reaktivieren. Zusätzlich drohte er mit der Einschaltung eines Anwalts. Amazon blieb eisern und sandte umgehend eine E-Mail mit einer Absage. Amazon ging in seiner Antwort in keiner Weise auf die Möglichkeit einer Wiedereröffnung des Kontos ein, sondern machte vielmehr deutlich, dass die Entscheidung das Konto zu sperren „endgültig“ und „unumkehrbar“ sei. Schließlich bat Amazon seinen gesperrten Kunden kein neues Konto zu eröffnen. Zu erwähnen ist dabei, dass dieser Kunde durchaus zum Umsatz von Amazon beigetragen hat. Er bestellte innerhalb eines Jahres ca. 200 Artikel und schickte weniger als die Hälfte wieder zurück. Die E-Mail lautete im Original wie folgt:

Guten Tag, Herr... wie bereits mitgeteilt haben wir Ihr Amazon.de-Kundenkonto geschlossen. Diese Entscheidung ist endgültig und unumkehrbar. Bitte öffnen Sie keine neuen Kundenkonten. Da aufgrund der Kontosperre keine Rücksendeetikett zu Verfügung gestellt werden kann, bitten wir Sie Ihre Retouren versichert an folgende Adresse zu senden: (...) Wir danken für Ihr Verständnis. Viele Grüße Monique Hahn Executive Customer Relations

Amazon hält an unverhältnismäßiger Kontensperrung fest

Es ist kaum zu glauben, dass Amazon die Kontensperrung als endgültig bezeichnet. Gerade im Hinblick darauf, dass ein aktives Kundenkonto die Voraussetzung ist, um andere Amazon Dienste zu nutzen. Die Unumkehrbarkeit der Kontensperrung würde bedeuten, dass Kunden, die wichtige Daten auf ihrer Amazon Cloud gespeichert haben, diese endgültig verloren haben. Es würde zudem bedeuten, dass die Investition in ein Kindle-Gerät eine Fehlinvestition war, denn auch für den Zugang zum Kindle-Shop braucht man ein Kundenkonto. Es wäre zu erwarten, dass sich der Konzern eine Lösung ausdenkt, wie Kunden wenigstens die übrigen Amazon Dienste nutzen können. Zumindest bedarf es einer Übergangslösung, um kurzzeitigen Zugang zu gespeicherten Daten zu erlangen. Es bleibt abzuwarten, wie lange Amazon an dieser unverhältnismäßigen Aussage festhält.

  

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