Anleger stehen nach Börsenaus für Billigaktien vor Scherbenhaufen

Anleger stehen nach Börsenaus für Billigaktien vor Scherbenhaufen
25.01.2013277 Mal gelesen
Frankfurter Börse schloss First Quotation Board - Für Anlegerschutz und Standort-Reputation. Geschätzte 100 Millionen "verbrannt"

"Der Anleger steht vor dem Nichts!" - Rechtsanwalt Cäsar-Preller aus Wiesbaden ist ehrlich betroffen über die finanzielle Katastrophe, die über einen von ihm betreuten Anleger herein gebrochen ist. Dem Anleger wurden Aktien im Wert von rund 230.000 Euro verkauft, die an der Frankfurter Börse im "First Quotation Board" gehandelt wurden. Dieses Board war angelegt worden, um jungen und kreativen Aktiengesellschaften Start- und Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Mit der Zeit stellte sich aber heraus, dass das Board mehr und mehr zum Tummelplatz zweifelhafter  Angebote wurde und die Frankfurter Börse schloss diesen Handelsplatz Mitte Dezember des vergangenen Jahres endgültig.

Für den Anleger bedeutet das im schlimmsten Fall:  Er kann seine Aktien nicht mehr handeln, also weder Werte einsehen noch verkaufen. Cäsar-Preller: "Mein Mandant sitzt auf einem Haufen Papier - völlig wertlose Aktien!"  Diese Form der Kapitalverbrennung will der Wiesbadener Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht aber nicht auf sich beruhen lassen. Er bereitet eine Klage gegen die Vermittler vor.

Zur Börsenzulassung mussten "Penny Stocks" und andere windige Finanzmarktprodukte  lediglich eine Gebühr in Höhe von 750 Euro und anschließend eine Listinggebühr von 2500 Euro im Jahr zahlen. "Für Betrüger eine förmliche Einladung zum Kapitalbetrug ohne großen Mitteleinsatz", so Cäsar-Preller. Zum Glück reagierte die Börse - für viele Anleger aber leider nicht rechtzeitig.

“Wir wollen mit der Schließung dieses Segments Schaden vom Börsenplatz Frankfurt abwenden“, zitierte die FAZ im Dezember Alexander Höptner, Leiter des Primärmarktgeschäfts der Deutschen Börse. „Wir verlieren dadurch zwar in geringem Maße Handelsumsätze, dies dient jedoch letztlich dem Anlegerschutz und der Reputation des Finanzstandorts Frankfurt.“

Als Anleger hatte Glück, wessen Aktien an einem anderen Ort oder an einem verlässlicheren Board weiter gehandelt wurden. Viele unseriöse Aktien fanden allerdings keinen neuen Handelsplatz  Die Anleger-Verluste am First Quotation Board dürften sich auf weit über 100 Millionen Euro belaufen, vermutet Cäsar-Preller. Beraten und vermittelt wurden diese dubiosen Aktien-Geschäfte mit wackeligen Aktien auch über freie Vermittler oder osteuropäische Call-Center. Oft gab es kurzfristig positive Kursentwicklungen, mit denen interessierte und gutgläubige Anleger überrollt wurden. Cäsar-Preller: "Es ist die übliche Penny-Stocks-Leier: Am Ende gewinnt niemals der Anleger - Geld wird im wahrsten Sinne des Wortes verbrannt!"

Betroffenen rät der Anwalt dazu, die Haftungsverpflichtung der Berater zu prüfen! Wer als Berater in 2012 Aktien des nun geschlossenen Boards verkauft hat, muss um die Gefahren und Risiken gewusst haben, ist sich Cäsar-Preller gewiss. Interessierten Anlegern kann eine Liste der betroffenen Aktien zugesandt werden.

Mehr Informationen: www.caesar-preller.de

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Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller

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