MPC CPO Nordamerika Schiffe 2: Die Platzierungsgarantie - ein „heißes Eisen“?

MPC CPO Nordamerika Schiffe 2: Die Platzierungsgarantie - ein „heißes Eisen“?
27.12.2012392 Mal gelesen
Das Emissionshaus MPC Capital schlägt Alarm: Platzierungsgarantien, wie jene des Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2, könnten die Finanzkraft des Fondsanbieters überfordern, wenn sie eingefordert werden.

Kann sich die die Platzierungsgarantie des Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2, die die Anleger bei Platzierungsproblemen absichern sollte, zu einem möglichen Stolperstein werden? Die Anleger der Schiffsbeteiligung MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 wurden angeschrieben, um diese dazu zu bewegen, auf die Inanspruchnahme der Platzierungsgarantie zu verzichten. Das Manager Magazin („MPC Capital warnt vor eigener Pleite“, Onlineausgabe, 28.11.2012) zitiert, dass anderenfalls die „Leistungsfähigkeit“ der MPC Capital AG überschritten werden würde.

 

Emissionshaus MPC Capital steht vor Schwierigkeiten

 

In anderen Worten: Der Fondsanbieter MPC Capital befürchtet, dass eine Forderung des MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 in Höhe von ca. 11 Mio Euro die Finanzen des Emissionshauses zum Absturz bringen könnte. Das bedeutet, dass schlimmstenfalls auf die Anleger sowohl im Fall eines Verzichts als auch im Fall einer Inanspruchnahme der Platzierungsgarantie ein 11-Mio-Euro-Loch in den Finanzen des Schiffsfonds lauern könnte. Die Perspektiven für das Jahr 2013 sind – vorsichtig ausgedrückt – „spannungsgeladen“.

 

Der Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 wurde im Jahr 2008 aufgelegt. Der Fonds investiert in fünf Containerschiffe der Panamax-Klasse, die nach US-amerikanischen Großstädten benannt sind: MS CPO Baltimore, MS CPO New York, MS CPO Norfolk, MS CPO Miami und MS CPO Savannah. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung des Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 gibt neben den jetzigen Problemen hinsichtlich der Platzierungsgarantie weitere Problembereiche.

 

Zum einen nahm der Fonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 ein Darlehen in japanischen Yen auf. Diese bei Schiffsfonds sehr beliebte Art der Finanzierung erwies sich nach der Finanzkrise als nachteilig, da die Kredittilgung aufgrund der Stärke des Yen teurer als kalkuliert wurde. Zusätzlich wird in naher Zukunft auf die Klasse der Panamax-Schiffe eine grundlegende neue Marktsituation warten. Derzeit wird der Panama-Kanal ausgebaut, sodass zukünftig größere Schiffe als die bisherigen Panamax-Schiffe die wichtige Verbindung zwischen dem Pazifik und dem Atlantik durchqueren können. Für die Schiffe der Panamax-Klasse wartet nach der Fertigstellung ein geänderter Markt.

 

Anleger der Schiffsbeteiligung MPC CPO Nordamerika Schiffe 2, die sich von ihrer Beteiligung an dem Schiffsfonds lösen möchten, können sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht hinsichtlich ihrer Handlungsmöglichkeiten beraten lassen. Ein oft lohnender Ansatzpunkt ist die Überprüfung der Anlageberatung auf Fehler, da Beratungsgespräche oftmals Mängel aufweisen.

 

Schiffsfonds bergen viele verschiedene Risiken, über die Anleger vor der Investition Bescheid wissen mussten

 

Eine Anlageberatung muss hohen Anforderungen gerecht werden. Zunächst müssen die Wünsche des Anlegers erfasst werden. Anhand dieser konkreten Wünschen und Ziele soll von den Beratern eine passende Kapitalanlage ausgewählt werden. Anschließen soll die ausgewählte Kapitalanlage vorgestellt werden. Dabei dürfen die Risiken nicht ausgespart werden, da der Anleger ein realistisches Bild von der Kapitalanlage erhalten soll.

 

Wurden Anleger des Schiffsfonds MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 bei ihrem Anlageberatungsgespräch falsch beraten, bestehen für sie gute Chancen, dass sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen können und Schadensersatz fordern können. Die Anleger des MPC CPO Nordamerika Schiffe 2 sollten daher nicht zögern, sich von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten zu lassen. Anleger können so ihre individuellen Chancen ausloten lassen, ob sie sich von ihrer Schiffsbeteiligung trennen und erfolgreich Schadensersatz fordern können.

 

Weitere Informationen:

Infoseite MPC Schiffsfonds

 

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