MPC Offen Produktentanker Flotte – Schadensersatz, Hilfe für Anleger

MPC Offen Produktentanker Flotte – Schadensersatz, Hilfe für Anleger
17.03.2012499 Mal gelesen
MPC Offen Produktentanker Flotte: Schadensersatz für Anleger.

Wohin geht die Reise des Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte? Die Schifffahrtsbranche befindet sich momentan in keiner guten Verfassung und kaum eine Woche vergeht, in der nicht neue Hiobsbotschaften für Anleger von Schiffsfonds vermeldet werden. Insolvenzen, ausfallende Ausschüttungen oder gar Rückforderungen von bereits ausgezahlten Ausschüttungen mussten Anleger hinnehmen.

 

Der geschlossene Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte wurde 2007 vom Hamburger Emissionshaus MPC auf den Markt gebracht. Der Schiffsfonds spezialisiert sich auf Produkten-/Chemikalientanker. Die 8 Schiffe TS CPO France, TS CPO Sweden, TS CPO Germany, TS CPO Finland, TS CPO Norway, TS CPO Russia, TS CPO Italy und TS CPO England gehören dem Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte. Circa 3.000 Anleger investierten Geld in den Schiffsfonds.

 

Der Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte weist eine Reihe von Risikofaktoren auf, die bei anderen Schiffsfonds zu besorgniserregenden finanziellen Schieflagen bis hin zur Insolvenz sorgten. Beim ebenfalls von MPC aufgelegten Schwesterfonds MPC Offen Flotte soll Informationen der Fondszeitung zufolge die Kürzung der Ausschüttungen für 2011 bereits beschlossene Sache sein. Bei diesem Fonds waren Fremdwährungskredite (mit)ursächlich dafür. Auch der Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte verfügt über solche Kredite, die sich in der allgemein schwierigen Situation der Transportschifffahrt fatal auswirken können.

 

Der Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte nahm ausweislich des Prospekts Kredite in japanischen Yen auf. Die Kursunterschiede zwischen US-Dollar und dem seinerzeit schwachen Yen sollten es ermöglichen, dass mit den in US-Dollar erzielten Tageseinnahmen die Yen-Kredite möglichst günstig abgelöst werden können. Das Emissionshaus MPC ging bei den Kalkulationen davon, dass der Kurs langfristig bei 115 Yen je US-Dollar liegen werde. Durch die Finanzkrise erlebte der Yen einen nicht geahnten Höhenflug, sodass der Kurs seit 2009 stetig steigt und Ende 2011 bei nur noch 77 Yen je 1 US-Dollar lag. Im Prospekt wurde schlimmstenfalls mit einem Kurs von 105 Yen je US-Dollar kalkuliert. Für die Finanzen des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte dürfte das eine Belastung sein.

 

Eine weitere Belastung für den Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte dürfte die allgemein desolate Lage der Transportschifffahrt sein. Seit Beginn der Finanzkrise und dem anschließenden weltweiten Konjunktureinbruch ist die Nachfrage nach (Standard)Schiffstransporten zurückgegangen. Da gleichzeitig neue Schiffe auf den Markt drängten, fielen die Charterraten. Das Fondshaus MPC ging aber im Anlageprospekt von einer stetig steigenden Nachfrage aus. Bereits 2010 musste die Frage, ob der Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte die anvisierten Erträge von täglich rund 20.000 US-Dollar je Schiffe erwirtschaften kann, negativ beantwortet werden. Für die Anleger entfielen deswegen die Ausschüttungen. Da sich die allgemeine Lage der Schifffahrt 2011 nur sehr zögerlich erholte, sollten die Erwartungen bezüglich der Ausschüttungen 2011 nicht allzu optimistisch sein. Kurz gesagt erwiesen sich Schiffsfonds wie der MPC Offen Produktentanker nicht als die sicheren und verlässlichen Renditenbringer als die sie angepriesen wurden.

 

Anleger des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte, die sich nicht weiter mit der instabilen Situation der Schiffsfonds abfinden wollen, sollten handeln und ihre Kapitalanlage rechtlich überprüfen lassen. Bei Kapitalmarktanlagen wurden Anleger häufig falsch beraten, da die Banken oder Anlageberater ihre Hinweis- und Aufklärungspflichten verletzten. So versäumten sie es, auf die hohen Vermittlungsprovisionen, die laut Stiftung Warentest bei Anlageprodukten aus dem Haus MPC flossen, hinzuweisen. Ein weiterer Ansatzpunkt kann die Widerrufsbelehrung sein, die den vom Bundesgerichtshof entwickelten Kriterien genügen muss. Bei der Widerrufsbelehrung des Fonds MPC Offen Produktentanker Flotte ist das fraglich. Wurden die Anleger falsch beraten oder sonstige Pflichten durch Banken, Anlageberater oder MPC verletzt, bestehen gute Chance, dass die Anleger sich von dem Schiffsfonds MPC Offen Produktentanker Flotte lösen können. Wenn die Kapitalanlage rückabgewickelt wird, können Anleger Schadensersatz fordern. Im Idealfall sogar verzinst. Daher sollten Anleger des MPC Offen Produktentanker Flotte nicht zögern, sich an einen im Kapitalanlagenrecht tätigen Rechtsanwalt zu wenden.

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