CS Euroreal Auswirkungen der Abwicklung des AXA Immoselect – Öffnung möglich?

CS Euroreal Auswirkungen der Abwicklung des AXA Immoselect – Öffnung möglich?
24.10.2011479 Mal gelesen
CS Euroreal: Anleger sollten nach Schließung eines weiteren offenen Immobilienfonds nicht weiter warten, Verjährung droht.

Vergangenen Mittwoch teilte die AXA Investment Managers den Anlegern mit, dass der AXA Immoselect nicht wiedereröffnen wird. Bei einer Wiedereröffnung des AXA Immoselect wäre davon auszugehen gewesen, dass nicht alle Rückgabewünsche der Anleger hätten bedient werden können, da die liquiden Mittel nicht ausreichten. Nach einer Öffnung wäre der AXA Immoselect wohl direkt wieder in Schieflage geraten, weswegen das Management des AXA Immoselect entschied, den Fonds ordentlich abzuwickeln.

Was zunächst ein Schock für die Anleger des AXA Immoselect war, breitet sich auch als allgemeine Unruhe über Anleger anderer noch eingefrorener Immobilienfonds, wie dem CS Euroreal aus. Der 6 Mrd. € schwere CS Euroreal muss spätestens im Mai 2012 seine Tore wieder für die Anleger öffnen, wobei das Fondsmanagement eine Öffnung noch in diesem Jahr anstrebt. Ob diese Pläne nun verwirklicht werden können, ist mit der Auflösung des AXA Immoselect zweifelhaft geworden. Anleger fürchten sich nun also auch bei dem CS Euroreal, dass dieser womöglich aufgelöst werden könnte.

Für eine erfolgreiche Wiedereröffnung eingefrorener Immobilienfonds wie dem CS Euroreal, so schätzen Experten der Fondsbranche, ist eine Liquiditätsquote von 25-30 % notwendig. Durch den Verkauf von drei Immobilien konnte der CS Euroreal seine Liquidität vor kurzem auf rund 21 % erhöhen, wie das Handelsblatt berichtet. Dies ist zwar um eine rund 11 Prozentpunkte höhere Liquidität, wie sie der AXA Immoselect zuletzt aufwies bevor seine Abwicklung bekannt wurde, doch reicht diese Quote für eine Wiedereröffnung noch lange nicht aus. Das Management des CS Euroreal wird sich also noch sehr um weitere Immobilienverkäufe bemühen müssen, damit die erforderliche geschätzte Quote erreicht wird und eine Öffnung ohne Risiken einer erneuten Schließung des CS Euroreal möglich wird.

Im Falle einer Abwicklung haben Anleger des CS Euroreal erhebliche Verluste zu befürchten. Bei einer ordentlichen Abwicklung werden Anleger in Tranchen aus dem Fondsvermögen ausbezahlt, welches dieser durch den Verkauf seiner Immobilien anreichert – dies wird nun auf die Anleger des AXA Immoselect zukommen. Die Höhe der Abschlagszahlungen wird aber wohl nicht die ursprüngliche Investition in den Fonds decken. Weiterhin ist der Anleger bei einer Fondsauflösung für weitere drei Jahre an diesen gebunden. Die Anteile könnten dann zwar über die Börse verkauft werden, doch müssen dort erhebliche Abschläge in Kauf genommen werden.

Anleger des CS Euroreal sollten sich schon jetzt einmal über ihre Handlungsmöglichkeiten informieren und sich anwaltlich beraten lassen. Oftmals können Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater geltend gemacht werden, wenn diese den Anleger des CS Euroreal bei dem Erwerb der Anteile falsch beraten haben. Eine solche fehlerhafte Anlageberatung ist z.B. gegeben, wenn Anleger nicht über die Risiken des CS Euroreal oder über die Möglichkeit der Rücknahmeaussetzung der Anteile informiert wurden. Die Anlage an dem CS Euroreal durfte auch nicht als absolut sicher und zur Altersvorsorge bestens geeignet angepriesen werden, da bei offenen Immobilienfonds wie dem CS Euroreal auch eine Auflösung, wie nun bei dem AXA Immoselect geschehen, im Raum stehen kann. Schließlich bestehen Ansprüche auf Schadensersatz, wodurch eine Rückabwicklung der Anlage durch die Banken erreicht werden kann, auch dann, wenn Anlegern Kick-Backs (Provisionen) verschwiegen wurden.

Anleger des CS Euroreal sollten sich also schon einmal vorsorglich an einen im Kapitalanlagerecht tätigen Rechtsanwalt wenden, welcher das Bestehen von Ansprüchen untersuchen wird und gegebenenfalls alle weiteren Schritte einleiten wird, um den Anleger des CS Euroreal vor Verlusten zu bewahren.

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