Formular Anzeige Verteidigung & Antrag Akteneinsicht bei Polizei

30.01.201310356 Mal gelesen
Der Mandant, der eine Ladung der Polizei zu seiner Vernehmung als Beschuldigter erhält und unbedarft zu dieser Vernehmung erscheint und aussagt, begeht im Zweifel einen großen verteidigungstaktischen Fehler. Diesem kann mittels Akteneinsicht in die Ermittlungsakte durch einen Anwalt begegnet werden.

In den Fällen, in denen der Mandant eine Ladung zu einer polizeilichen Vernehmung erhält, sollte dieser ohne anwaltlich veranlasste Aktenkenntnis keine Aussage gegenüber der Polizei tätigen. Vielmehr gilt es den Informationsvorsprung der staatlichen Behörden durch eine Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu verkürzen. Dabei hat sich folgender anwaltlicher Antrag stets bewährt:

 

Polizeipräsidium Stadt/Gemeinde

- KK Nummer -

Straße Hausnummer der ladenden Dienststelle

PLZ Ort

Vorab per Fax: Vorwahl - Durchwahl

In dem Ermittlungsverfahren

gegen

Herrn Hans Peter MUSTER

wegen

Verdachts des Diebstahls in einem besonders schweren Fall

Aktenzeichen: 11111-2222-333333

zeige ich unter Vorlage einer auf meine Person ausgestellten Vollmacht an, dass mich Herr Muster mit seiner Verteidigung beauftragt hat.

Herr Muster wird vorerst keine weiteren Angaben zur Sache machen und auch nicht zu einer polizeilichen Vernehmung erscheinen oder weitere Erklärungen abgeben.

Des weiteren

beantrage

ich bereits jetzt Akteneinsicht.

Hierzu bitte ich die Akte auf meine Kanzlei zu senden.

Mit freundlichen Grüßen

 

Wolters

(Rechtsanwalt)

-Anlage: Vollmacht