Mehr Schutz vor Marken- und Produktpiraten in Europa

08.04.2009777 Mal gelesen
Ziel eines jeden Unternehmers ist es, ein Produkt herzustellen, das den Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht. Dieses muss dann am Markt durch verschiedene Maßnahmen so positioniert werden, dass eine möglichst starke Stellung erreicht und der Umsatz gesteigert wird.
 
Dabei spielen einerseits die eingetragene Marke, aber auch Renommé, Qualität und Funktionalität des Produkts eine große Rolle, um in der Wahrnehmung der Kunden die gewünschte Stellung einzunehmen.
 
Hat man dieses Ziel erreicht, so ruft dies häufig Neider hervor, die auf den fahrenden Zug mit aufspringen möchten.
Wie sollte dies leichter gehen, als Ihr erfolgreiches Produkt oder Ihre Marke einfach zu kopieren und preisgünstiger am Markt zu etablieren?
 
Verhalten wie dieses sind unter rechtlichen Aspekten nicht nur unerwünscht, sondern auch unzulässig.
 
Da dies jedoch noch immer viele nicht davon abhält, Marken oder Produkte zu kopieren, wurde nun eine neue Europäische Beobachtungsstelle für Marken- und Produktpiraterie eingerichtet.
 
Diese kann die Arbeit der Anwälte nicht ersetzen, die es zur Aufgabe haben, die Rechte des geistigen Eigentums durchzusetzen, also z.B. gegen Marken- und Produktfälschungen oder illegales Herunterladen von Dateien vorzugehen. Jedoch werden wir die Tätigkeiten dieser neuen EU-Einrichtung beobachten und ggf. im Sinne unserer Mandanten nutzbar machen.
 
Das Vorgehen der Europäischen Kommission ist lobenswert, aber auch angebracht angesichts des enormen Schadens, der durch den Handel mit gefälschten Marken und Produkten erreicht wird und laut OECD im Jahr 2005 bei schätzungsweise 200 Milliarden US-Dollar lag.
 
 
©  RA Axel Mittelstaedt 2009, Kanzlei für gewerblichen Rechtsschutz, www.designvocat.com