Schwerbehinderung

29.12.2015241 Mal gelesen
Schwerbehinderung und was es damit auf sich hat - eine kurze Orientierung

Die Feststellung eines bestimmten Grades der Behinderung, insbesondere einer Schwerbehinderung und ggf. eines Merkzeichens, bringt zahlreiche wichtige Vorteile mit sich, die für den Betroffenen mitunter entscheidende Bedeutung haben. 

Besonders wichtige Vorteile bestehen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts (insbesondere der qualifizierte Kündigungsschutz); ebenso besteht ein Anspruch auf vorzeitige abschlagsfreie Altersrente bzw. abschlagsfreies Ruhegehalt. 

Menschen sind schwerbehindert, wenn bei ihnen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 vorliegt. 

Schwerbehindertenrechtliche Streitigkeiten werden nahezu stets um die Frage geführt, ob die medizinischen Voraussetzungen für einen bestimmten Grad der Behinderung und/oder die Zuerkennung von Merkzeichen erfüllt sind.

Diese Fragestellungen werden oftmals im Ergebnis auf der Grundlage medizinischer Sachverständigengutachten entschieden, die sich streng an den Versorgungsmedizinischen Grundsätzen zu orientieren haben. 

In meiner anwaltlichen Praxis zeigt sich, daß Rechtsbehelfe und Rechtsmittel im Bereich des Schwerbehindertenrechts in der Mehrzahl der Fälle zum Erfolg führen. 

Sofern der behandelnde Arzt die Beantragung der Feststellung des Schwerbehindertenstatus bzw. der Anerkennung eines Merkzeichens stützt, ist ein rechtliches Vorgehen gegen einen ablehnenden Bescheid des Versorgungsamtes stets sinnvoll. Hat die Behörde bereits einen Grad der Behinderung von 30 oder gar 40 festgestellt, ist dies ebenfalls ein Indiz für eine hohe Erfolgschance von Rechtsbehelfen bzw. Rechtsmitteln.