Raten- oder Immobilienkredit aufgenommen und Bearbeitungsgebühr in Rechnung gestellt bekommen ?

06.03.2012614 Mal gelesen
Die Praxis vieler Banken wie z.Bsp. der Postbank, Santander Bank, Norisbank, Commerzbank und Deutschen Bank für die Kreditbearbeitung Gebühren in Rechnung zu stellen ist nach der überzeugenden Auffassung von acht Oberlandesgerichten unzulässig.

Kreditbearbeitungsgebühren sind einmalige, laufzeitunabhängige Bearbeitungsentgelte, welche durch Verwendung Allgemeiner Geschäftsbedingungen (Preisaushänge) in einen Kreditvertrag einbezogen werden. Sie widersprechen aber dem gesetzlichen Leitbild des Kreditvertrages und beeinträchtigen den Verbraucher unangemessen. Eine Bank kann Zinsen für einen Kredit verlangen, jedoch keine einmaligen Gebühren. Es ist auch keine Dienstleistung für den Kunden, dessen Bonität zu überprüfen sondern wird allein im Eigeninteresse der Bank durchgeführt. Hierfür soll der Kunde keine Gebühr zahlen müssen. Betroffen sind sowohl laufende als auch abbezahlte Kreditverträge von Verbrauchern. Verbraucher ist auch der Unternehmer mit seinem privaten Hauskredit, bei dem die Gebühr schon mal fünfstellig sein kann.

Erfolge

Dazu liegen folgende Entscheidungen von acht Oberlandesgerichten vor: 

Schlussfolgerung

Kreditnehmer können daher mit guten Erfolgsaussichten sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich genau diese Gebühren von ihren Banken beanspruchen. Mitunter hilft schon ein kostengünstiger Mahnbescheid gegen die Bank um diese zum Einlenken zu bewegen und um die Ernsthaftigkeit der geltend gemachten Forderung zu unterstreichen und um den Ablauf von Verjährungsfristen zu hemmen.

 Angebot

Für Ihre unverbindliche und kostenfreie Anfrage benötigen wir in Kopie Kreditvertrag und eventuelle Daten Ihrer Rechtschutzversicherung