TelDaFax, was tun wenn der Netzbetreiber kündigt?

TelDaFax, was tun wenn der Netzbetreiber kündigt?
04.05.20111421 Mal gelesen
In den letzten Wochen haben immer mehr Netzbetreiber TelDaFax die Durchleitungsverträge, sei es für Gas, sei es für Strom, aufgekündigt. Grund hierfür sind nach Angaben der Netzbetreiber zur Kündigung berechtigende Zahlungsrückstände seitens TelDaFax.

Für den Kunden von TelDaFax bedeutet das, dass der örtliche Versorger die Grundversorgung übernimmt. Dies geschieht automatisch, ohne dass der Kunde Angst haben muss, dass er ohne Strom oder ohne Gas dasteht.

Die Übernahme der Versorgung durch den örtlichen Anbieter stellt jedoch nicht zwangsläufig die Kündigung des Vertrages des Kunden mit TelDaFax dar. Hier ist es notwendig, dass der Kunde gegenüber TelDaFax eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grunde ausspricht und dee Zählerstand zum Zeitpunkt des Endes der Belieferung festhält. Relevant ist diese Kündigung für die Geltendmachung von Schadensersatz, zum Beispiel für die in Zukunft für die verbleibende Vertragslaufzeit höheren Strompreise, aber auch für die Geltendmachung eventueller vorausbezahlter Beträge für Stromkontingente.

 

Viele TelDaFax Kunden haben zu einem günstigen Preis im letzten Jahr oder Anfang dieses Jahres noch Stromkontingente von 2500 kWh oder mehr zu Preisen ab 375 € geordert und im Voraus bezahlt. Die Abrechnungsperiode, ab der dieses Stromkontingent aufgebraucht werden könnte, hat jedoch regelmäßig noch nicht oder gerade erst begonnen.

 

Aufgrund der unbekannten aber wohl nicht optimalen finanziellen Ausstattung von TelDaFax ist eine alsbaldige Geltendmachung noch bestehender Forderungen ratsam.

 

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