Arbeitsrecht Bonn Köln : Tarifvertrag zur Opel-Sanierung

27.03.2013319 Mal gelesen
Der Tarifvertrag zur Opel-Sanierung steht. Das Werk in Bochum macht nicht mit. Der IG-Metall-Bundesvorstand stimmte dem von der Kommission ausgehandelten Kompromiss zu.

Der Tarifvertrag gilt nach Gewerkschaftsangaben ab sofort für vier der fünf Opel-Standorte in Deutschland und sichere 20 000 Arbeitsplätze der Opel AG in Rüsselsheim, Eisenach, Kaiserslautern und Dudenhofen bis Ende 2016. Im Gegenzug bekommen die Beschäftigten Tariferhöhungen für die Runden 2012 bis 2015 immer erst zur jeweils nächsten Tarifanpassung ausbezahlt.

Weil der Standort Bochum ausgenommen ist, bekommen die Opel-Beschäftigten im Ruhrgebiet die gestundeten 4,3 Prozent der letzten Tariferhöhung im April überwiesen, erklärte die IG Metall. Dafür aber entfällt der Kündigungsschutz in Bochum schon Ende 2014.

Dann will die Opel-Führung will die Produktion in dem Werk einstellen!

Die Gewerkschafter begründeten das Bochumer Misstrauen mit den schlechten Erfahrungen mit dem Management. «Tiefste Enttäuschung und extremes Misstrauen, dafür hat Opel den Bochumern fast ein Jahrzehnt vielfache Anlässe geliefert. Und dann auch noch einem Aus für die Produktion von Autos zustimmen? Ich kann die Emotionen verstehen, die zu dem Nein führten», sagte Giesler.

Huber bezeichnete den Tarifvertrag als bestmögliche Lösung unter den gegebenen Bedingungen: «Er sichert Automobil- und Industriearbeitsplätze und legt fest, dass in die deutschen Standorte investiert wird.» 

Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug warf Einenkel vor, der Belegschaft Halbwahrheiten aufgetischt zu haben:

Opel und GM hätten von Anfang an das Ziel verfolgt, den Standort Bochum Ende 2014 zu schließen: «Einenkel hat darauf im wesentlichen in der Verhandlungskommission mit Verdrängung, öffentlichen Medienauftritten und Verschwörungstheorien gegenüber seinen Kollegen an den anderen Standorten reagiert.»

Rechtsanwalt Sagsöz, Bonn 0228 9619720 

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