KickassTorrents zerschlagen – Rechtliche Folgen für Nutzer

KickassTorrents zerschlagen – Rechtliche Folgen für Nutzer
22.07.2016241 Mal gelesen
Die US-Justiz ist kürzlich gegen das Filesharing Portal KickassTorrents vorgegangen. Rechtsanwalt Christian Solmecke erläutert, was auf deutsche Nutzer zukommen könnte.

Was ist KickassTorrents?

Bei KickassTorrents handelt es nach Angabe des Justizministeriums der Vereinigten Staaten um die weltweit meistbesuchte Filesharing Webseite. Auf ihr soll den Besuchern über eine Billion urheberrechtlich geschützte Werke – wie etwa Filme oder Musik – über Links zum Download und Upload angeboten worden sein.

US Justiz hat KickassTorrents geschlossen

Doch damit ist es jetzt vorbei. Die US-Justiz hat laut ihrer Mitteilung mehrere Domains auf diesem Raubkopier Portal beschlagnahmt. Darüber hinaus ist der mutmaßliche Betreiber dieser Webseite verhaftet worden. Er soll sich wegen massenhaft begangener Urheberrechtsverletzungen verantworten.

Fazit:

Deutsche Nutzer sollten beachten, dass sowohl der Download als auch der Upload von urheberrechtlich geschützten Daten im Wege des Filesharing eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Zumindest die Downloader brauchen wohl kaum etwas zu befürchten haben. Denn von ihnen werden gewöhnlich keine IP-Adressen gespeichert, so dass eine Rückverfolgung ausscheidet. Anders sieht das mit den Uploadern aus, die selbst urheberrechtlich geschützte Inhalte über den Server verbreiten. Aber auch sie brauchen vermutlich nicht mit einer Verfolgung zu rechnen. Dies ergibt sich daraus, dass die Übermittlung der Daten von den US-Behörden eher viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Provider dürfen diese nur 7 Tage speichern. Falls es dennoch zu einer Filesharing Abmahnung kommt, sollten Sie sich mit einem Rechtsanwalt oder einer Verbraucherzentrale in Verbindung setzen.

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