Solomon Kane - Abmahnung im Auftrag der Constantin Film Verleih GmbH durch die Sozietät Waldorf Frommer Rechtsanwälte

Solomon Kane - Abmahnung im Auftrag der Constantin Film Verleih GmbH durch die Sozietät Waldorf Frommer Rechtsanwälte
06.05.2011435 Mal gelesen
Die Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte aus München mahnt zur Zeit ab im Auftrag der Constantin Film Verleih GmbH, wobei es um den Film „Solomon Kane“ geht.

Unter Verweis auf ein angebliches illegales Angebot zum Herunterladen obigen Films über eine Internettauschbörse (z.B. edonkey) und den alleinigen Besitz der Verwertungsrechte werden die Betroffenen aufgefordert, eine strafbewehrte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung anzugeben und des Weiteren Schadensersatz in Höhe von 956,00 Euro zu leisten. Die Höhe der Schadensersatzverpflichtung wird dabei – vermeintlich entgegenkommend – durch die Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte „pauschal“ festgesetzt.

Seitens der Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte wird in den Abmahnschreiben ausgeführt, dass die IP-Adresse und die Angebotsdaten der Abgemahnten in der Internettauschbörse festgestellt wurden und über einen entsprechenden Gerichtsbeschluss beim jeweiligen Provider die dazugehörigen Kundendaten ermittelt worden sein. Somit ergebe sich eindeutig eine Verantwortlichkeit und Haftbarkeit für die Urheberbrechtsverletzungen.

Wiederum sei ausdrücklich davor gewarnt, die den Abmahnschreiben vorgefertigten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärungen fachkundig ungeprüft zu unterschreiben. Diese Warnung resultiert zum einen daraus, dass eine derartige Erklärung eine Gültigkeit von 30 Jahren besitzt. Zum anderen beschränken sich die Unterlassungserklärungen häufig nicht lediglich auf den angeblich konkreten Verstoß, sondern vielmehr darüber hinausgehend auf die künftige Unterlassung von Verletzungen von sämtlichen Werken der Mandantin der Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass in jedem Einzelfall genau zu prüfen ist, ob die Abgemahnten eine Verletzung von Urheberrechten begangen haben. Falls dies zu bejahen sein sollte, gilt es im Anschluss zu kontrollieren, ob die den Betroffenen übersandte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung auf ihren Fall passt oder ob nicht vielmehr eine Modifizierung vorzunehmen ist. Nicht zuletzt bedarf der Klärung, ob die verlangten Forderungen – neben dem Schadensersatz sollen häufig die Kosten der Rechtsverfolgung übernommen werden – der Höhe nach berechtigt sind.

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