Bundesgerichtshof
Beschl. v. 06.08.1992, Az.: 1 StR 461/92
Anwendung besonderer verfahrensrechtlicher Anforderungen hinsichtlich der Feststellung einer besonders schweren Schuld
Bibliographie
- Gericht
- BGH
- Datum
- 06.08.1992
- Aktenzeichen
- 1 StR 461/92
- Entscheidungsform
- Beschluss
- Referenz
- WKRS 1992, 18225
- Entscheidungsname
- [keine Angabe]
- ECLI
- [keine Angabe]
Verfahrensgang
- vorgehend
- BVerfG - 03.06.1992 - AZ: 2 BvR 1041/88
- BVerfG - 03.06.1992 - AZ: 2 BvR 1041/88
- BVerfG - 03.06.1992- AZ: 2 BvR 78/89
- BGH - 31.07.1992 - AZ: 2 StR 320/92
- nachfolgend
- BGH - 20.08.1992 - AZ: 1 StR 511/92
- BGH - 25.08.1992 - AZ: 5 StR 349/92
- BGH - 25.09.1992 - AZ: 2 StR 323/92
Rechtsgrundlage
Verfahrensgegenstand
Mord u.a.
Prozessgegner
Ingo H. aus W.-R., geboren am ... 1967 in K.
Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat
auf Antrag des Generalbundesanwalts und
nach Anhörung des Beschwerdeführers am 6. August 1992
einstimmig beschlossen:
Tenor:
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 6. Februar 1992 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Da das angefochtene Urteil vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Juni 1992 - 2 BvR 1041/88 und 2 BvR 78/89 - (EuGRZ 1992, 225) ergangen ist, unterlag es nicht den dort für die Feststellung der besonders schweren Schuld (§ 57 a Abs. 1 Nr. 2 StGB) aufgestellten verfahrensrechtlichen Anforderungen.
Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Foth
Brüning
Beyer
Wahl