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Copyright

 Normen 

§ 16 UrhG

 Information 

Jedes Werk der Literatur, der Film-, Bild- und Tonkunst sowie der Software- Programmierung, das Ergebnis eines eigenständigen Schöpfungsprozesses ist, ist urheberrechtlich geschützt. Entsprechend dem Weltkulturheberrechtsabkommen wird das Halten der Rechte am Werk mit dem Copyright-Vermerk - © - angezeigt. Üblich ist die zusätzliche Angabe des Jahres der Erstveröffentlichung.

Das in § 16 UrhG geregelte Copyright / Vervielfältigungsrecht obliegt gemäß § 15 UrhG dem Urheber.

Jede Bearbeitung oder andere Umgestaltung im Sinne des § 23 UrhG stellt, soweit sie körperlich festgelegt ist, zugleich eine Vervielfältigung dar. Zu den Vervielfältigungen zählen nicht nur Nachbildungen, die mit dem Original identisch sind, sondern auch solche Werkumgestaltungen, die über keine eigene schöpferische Ausdruckskraft verfügen und sich daher trotz einer vorgenommenen Umgestaltung noch im Schutzbereich des Originals befinden, weil dessen Eigenart in der Nachbildung erhalten bleibt und ein übereinstimmender Gesamteindruck besteht.

Nach der Rechtsprechung führt allerdings nicht jede Veränderung eines Werkes zu einer Bearbeitung oder anderen Umgestaltung. In einer nur unwesentlichen Veränderung einer benutzten Vorlage ist nicht mehr als eine Vervielfältigung zu sehen. Eine Bearbeitung oder andere Umgestaltung setzt daher eine wesentliche Veränderung der benutzten Vorlage voraus. Ist die Veränderung der benutzten Vorlage indessen so weitreichend, dass die Nachbildung über eine eigene schöpferische Ausdruckskraft verfügt und die entlehnten eigenpersönlichen Züge des Originals angesichts der Eigenart der Nachbildung verblassen, liegt keine Bearbeitung oder andere Umgestaltung und erst recht keine Vervielfältigung, sondern ein selbstständiges Werk vor (BGH 16.05.2013 - I ZR 28/12).