Vor dem Unternehmenskauf: Due-Diligence-Prüfung

Vor dem Unternehmenskauf: Due-Diligence-Prüfung
27.05.2015224 Mal gelesen
Bei vielen mittelständischen Unternehmen wird es in den kommenden Jahren zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze kommen. Das kann auch den Verkauf des Unternehmens zur Folge haben.

GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart führen aus: Laut einer Studie der KfW-Bank wird es bei rund 580.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland in den kommenden zwei Jahren zu einem Wechsel an der Unternehmensspitze kommen, berichtet die Frankfurter Rundschau. Der Studie zu Folge ist demnach jedes sechste Unternehmen von einem Wechsel betroffen.

Bevorzugte Variante ist, den Stab an ein Familienmitglied weiterzureichen. Nach Zahlen der KfW-Analyse denke auch jeder fünfte Firmenchef über 60 Jahren über einen externen Nachfolger nach. Da sich die Suche nach einen internen oder externen Nachfolger sich als schwierig erweisen kann, werden auch Unternehmenskäufe bzw. -verkäufe die Folge sein. Beim Unternehmenskauf oder Kauf von Unternehmensanteilen spielt eine Due-Diligence-Prüfung eine große Rolle. Im Rahmen dieser Prüfung werden mit der gebotenen Sorgfalt die Stärken und Schwächen des Kaufobjektes analysiert, um anhand der Risikoprüfung einen angemessenen Kaufpreis unter Berücksichtigung aller für die Transaktion relevanten Faktoren zu ermitteln.

Wichtige Faktoren können dabei etwa die Gesellschaftsform des Unternehmens, die bestehenden Verträge mit Geschäftspartnern, Arbeitsverträge, Verbindlichkeiten, Auftragslage, Patente, Copyrights oder die steuerlichen Auswirkungen sein. Diese müssen genau geprüft und bewertet werden, um das Risiko der Investition einschätzen zu können und einen abgemessenen Kaufpreis zu ermitteln.

Eine Due-Diligence-Prüfung sollte dabei keine Lösung von der Stange sein, bei der ein Fragenkatalog abgearbeitet wird, sein. Stattdessen müssen die spezifischen Gegebenheiten bei jeder Transaktion genau beleuchtet und gewichtet werden, um zu einer realistischen Bewertung des geplanten Geschäfts zu kommen. Jede Investition muss nach ihren ganz eigenen Kriterien bewertet werden. Den Umfang einer Due-Diligence-Prüfung können Käufer und Verkäufer bestimmen.

Unternehmenskäufe oder der Erwerb von Unternehmensanteilen haben auch rechtliche Auswirkungen. Auch diese müssen berücksichtigt werden. Daher ist es bei einer Due-Diligence-Prüfung ratsam, im Gesellschaftsrecht kompetente Rechtsanwälte ins Boot zu holen.

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