Urheberrechtliche Abmahnung der FPS RAe im Auftrag der BSA

Urheberrecht Werk
06.01.20207 Mal gelesen
Abmahnung der FPS RAe im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) wegen unerlaubter Nutzung von Computerprogrammen

Worum geht es genau?

Die FPS Rechtsanwälte aus Hamburg vertreten die Interessen der BSA | Business Software Alliance (Microsoft Corp.) wegen des urheberrechtlichen Schutzes von Computersoftware und verschicken derzeit Abmahnungen in ihrem Namen. Dem Schreiben liegt der Vorwurf zugrunde, dass der von der Abmahnung Betroffene folgende Programme ohne die erforderliche Lizenz genutzt haben soll:

  • Microsoft Office 2000
  • Microsoft Visio 2000
  • Microsoft Win 2000
  • Microsoft Win XP
  • Microsoft Server 2000

Was wird gefordert?

Die FPS Rechtsanwälte fordern im Namen der BSA die Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Auskunftserteilung bzgl. sämtlicher Verletzungshandlungen, mitsamt Belegen. Zudem fordern die Anwälte einen Schadensersatz- und Bereicherungsanspruch, sowie die Erstattung der bisher entstandenen Abmahn- und Rechtsanwaltskosten.

Was können Sie tun, wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben?

Sollten Sie von einer Abmahnung betroffen sein, bleiben Sie ruhig und erteilen Sie keine leichtfertigen Auskünfte. Nehmen Sie keinen Kontakt auf, unterschreiben und zahlen Sie nicht. Zunächst sollte geprüft werden, ob eine Verpflichtung überhaupt besteht. Wenn Sie auch von einer Abmahnung betroffen sein sollten, lassen Sie sich gern beraten und melden Sie sich per Mail oder Fax unter Beifügung der Abmahnung.

Empfehlung:

Unterzeichnen Sie Unterlassungserklärungen keinesfalls ungeprüft. Sie erklären andernfalls, dass Sie

für die Rechtsverletzung verantwortlich sind
und verpflichten sich zur Zahlung einer Vertragsstrafe
und zur Erstattung der vollständigen Anwaltskosten.

 Der Text der Unterlassungserklärung sollte verändert werden (modifizierte Unterlassungserklärung). Das ist grundsätzlich möglich. Sie werden darauf aber durch die abmahnende Kanzlei in der Regel nicht hingewiesen. Sie brauchen sich nur zu dem zu verpflichten, was Ihnen auch tatsächlich vorgeworfen werden kann. Die darüber hinaus geforderten Anwaltskosten und etwaige Schadenersatzansprüche sind durchaus verhandelbar.