KBA ordnet Rückruf für Mercedes GLK 220 CDI (Euro 5) an

Schadensersatzrecht
22.06.2019107 Mal gelesen
Rückruf bei Mercedes: Auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) müssen 60.000 Geländewagen in die Werkstatt.

Das KBA hat einen amtlichen Rückruf für 60.000 Mercedes-Geländewagen angeordnet.

Grund für den Rückruf ist eine illegale Abschalteinrichtung. Mercedes bestreitet die Vorwürfe.

Bei den betroffenen Fahrzeugen handelt es sich um den Typ GLK 220 CDI. Es geht um Fahrzeuge, die zwischen 2012 und 2015 gebaut wurden. Betroffen ist der Motor mit der internen Bezeichnung OM 651, ein Vierzylinder-Diesel mit der Abgasnorm Euro 5.

Der Dieselmotortyp OM 651 wurde serienmäßig in diversen Fahrzeugmodellen eingebaut. Bei dem Motor ist eine Technologie zur Reduktion des Stickoxidausstoßes (NOx) vorhanden. Dabei kommt die sogenannte Abgasrückführung zum Einsatz. Ein Teil der Abgase wird zurück in das Ansaugsystem des Motors geführt und nimmt erneut an der Verbrennung teil. Diese Abgasrückführung wird dabei temperaturabhängig zurückgefahren. Laut Recherchen der Bild am Sonntag soll die neue Rückrufaktion auf die Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung, kurz Sollwertabsenkung, zurückzuführen sein. Dadurch wird der Kühlmittelkreislauf künstlich kälter gehalten. Die Aufwärmung des Motoröls wird künstlich verzögert. Das bewirkt, dass beim gesetzlichen Prüfzyklus der Grenzwert für Stickoxid von 180 mg/km eingehalten wird. Im Straßenbetrieb soll die Funktion laut KBA hingegen deaktiviert sein und der Grenzwert überschritten werden.

Bereits im Januar 2019 hatte das Landgericht Stuttgart Mercedes zum Schadensersatz verurteilt. Es ging um einen Mercedes E 250 CDI, der ebenfalls mit einem Motor OM 651 (Euro 5) ausgestattet war. Das Gericht stützte seine Entscheidung darauf, dass das dort verbaute Thermofenster eine unzulässige Abschalteinrichtung im Sinne des Art. 5 Abs. 2 EG-VO 715/2007 ist.

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