Fehlerhafte Widerrufserklärung der Sparkasse Kraichgau?

Fehlerhafte Widerrufserklärung der Sparkasse Kraichgau?
04.06.2015160 Mal gelesen
Es kann sein, dass die von der Sparkasse Kraichgau verwendete Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist und Sie deshalb die Möglichkeit haben den Darlehensvertrag zu widerrufen ohne eine teure Vorfälligkeitsentschädigung zahlen zu müssen.

Fehler in Darlehensverträgen der Sparkasse Kraichgau?

Wenn die Widerrufsbelehrung, die die Sparkasse Kraichgau in Ihrem Kreditvertrag verwendet war, falsch ist, so sind die Folgen davon vereinfacht juristisch die folgenden: Wenn jemand über sein Widerrufsrecht nicht ordnungsgemäß belehrt wurde, so kann er dies auch nicht ausüben. Der Vertrag gilt also mangels wirksamer Widerrufserklärung als nicht zustande gekommen. Folglich konnten weder die Zinsforderungen noch die Vorfälligkeitsentschädigung wirksam vereinbart werden. Durch den Widerruf wird der Vertrag rückabgewickelt.

Viele der Verbraucher sind jedoch unsicher, ob sich eine Überprüfung Ihres Darlehensvertrages lohnt. Sie können sich nicht vorstellen, weshalb die verwendete Widerrufsbelehrung Fehler enthalten sollte. Die Fehler haben sich bei den Sparkassen und Banken eingeschlichen, da die gesetzlichen Vorgaben von ihnen „personalisiert“ wurden. Diese angepassten Widerrufsbelehrungen sollten den Sparkassen mehr Sicherheit verschaffen, haben jedoch häufig das Gegenteilige bewirkt.

Wann kann ein Darlehensvertrag widerrufen werden?

Wenn die folgenden drei Voraussetzungen vorliegen, dann kann der Kreditvertrag mit der Sparkasse Kraichgau widerrufen werden: 

  1. Der Vertrag wurde nach dem 01.11.2002 geschlossen. Vorher war das Widerrufsrecht nicht gesetzlich verankert.
  2. Der Vertrag besteht zwischen der Sparkasse Kraichgau und einem Verbraucher, denn nur diesem steht ein Widerrufsrecht kraft Gesetzes zu.
  3. Die verwendete Widerrufsbelehrung muss fehlerhaft sein, da Sie nur dann nie ordnungsgemäß über Ihr Widerrufsrecht belehrt worden sind.

Grundsätzlich muss der Verbraucher eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, wenn er den Kreditvertrag vorzeitig beendet. Eine solche wird von den Banken und Sprakassen als eine Art Vertragsstrafe mit in den Vertrag aufgenommen, um sich wirtschaftlich abzusichern gegen den zinsbehafteten Rückzahlungsausfall durch den Darlehensnehmer.

Eine Vorfälligkeitsentschädigung muss jedoch nicht geleistet werden, wenn die 14-tägige Widerrufsfrist aufgrund einer falschen Belehrung nie zu laufen begonnen hat. Sodann sind Sie auch noch jetzt berechtigt den Vertrag zu widerrufen. Die Frist beginnt nämlich erst dann zu laufen, wenn Sie ordnungsgemäß belehrt wurden. Wenn Sie bis zum heutigen Tage nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurden, so kann also auch noch jetzt von dem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht werden.

Wenden Sie sich an die Kanzlei Werdermann | von Rüden, wenn Sie Ihren Darlehensvertrag und die verwendete Widerrufsbelehrung der Sparkasse Kraichgau kostenlos überprüfen lassen wollen. Füllen Sie den Mandantenfragebogen auf unserer Website www.wvr-law.de aus und senden Sie uns Ihre Verträge zu. Wir werden Sie nach der Prüfung zeitnah telefonisch kontaktieren. Selbstverständlich behandeln wir Ihre Daten vertrauensvoll.