Widerruf von Sparda-Krediten: Wann können Kunden sich mit Erfolg von ihrem bestehenden Krediten trennen?

Widerruf von Sparda-Krediten: Wann können Kunden sich mit Erfolg von ihrem bestehenden Krediten trennen?
12.12.2014320 Mal gelesen
Wie so viele andere Kreditinstitute müssen sich auch Sparda-Banken mit widerrufenen Krediten auseinandersetzen. Denn einige der verwendeten Verträge bieten Ansatzpunkte für einen Widerruf. Trotzdem handelt es sich nicht um eine stets funktionierende Allzwecklösung.

Die aktuellen Kreditangebote und auch zahlreiche Pressschlagzeilen zum Widerruf von Krediten während der vergangenen Monate lassen so manchen Bankkunden bestehende Darlehen kritisch betrachten. Und nicht wenige Darlehensnehmer fragen sich, ob der Widerruf weiterhelfen kann. Auch Kunden von Sparda-Banken ließen von Rechtsanwälten der Kanzlei Dr. Stoll & Kollegen ihre Kreditverträge auf Widerrufsmöglichkeiten überprüfen. Nicht jeder dieser Verträge hielt einer juristischen Überprüfung stand.

 

Was können Sparda-Kunden, die an einen Widerruf denken, hieraus ableiten? Zunächst sollte bedacht werden, dass es sich dem Widerruf um ein wichtiges Verbraucherrecht und nicht um eine Allzwecklösung handelt. Denn für einen wirksamen Widerruf müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Der Widerruf kann beispielsweise nicht beliebig lange erklärt werden, sondern nur innerhalb der Widerrufsfrist. Allerdings muss die die – eigentlich zweiwöchige – Widerrufsfrist noch nicht in jedem Fall abgelaufen sein. Denn eine fehlerbehaftete Widerrufsbelehrung verhindert, dass die Frist zu laufen beginnt; selbst wenn der Darlehensnehmer die Widerrufsbelehrung unterzeichnet hat.

 

Widerrufsbelehrung nimmt zentrale Rolle beim Widerruf ein

 

Doch die Frage, ob ein bestimmter Kreditvertrag (bzw. ob ein auf von verschiedenen Sparda-Bank eingesetzten Vertragsvordruck basierender Kredit) noch wiederrufbar ist oder nicht, lässt sich nicht pauschal für alle Darlehensverträge der verschiedenen regionalen Sparda-Banken beantworten. Es gibt jedoch in häufig verwendeten Vertragsvordrucken Ansatzpunkte für Widerrufe. So verwendeten manche Sparda-Banken eine Widerrufsbelehrung, die zwei Angaben bietet, wie lange die Widerrufsfrist dauern kann (einen Monat oder zwei Wochen). Entsprechende Vertragsvordrucke wurden beispielsweise von der Sparda Baden-Württemberg eG oder der Sparda-Bank Ostbayern eingesetzt. Solche „Auswahlmöglichkeiten“, wann die Widerrufsfrist konkret zu laufen beginnt, verhindern jedoch einen Friststart.

 

Ob Widerruf möglich und auch sinnvoll ist, lässt nur im Einzelfall klären

 

Doch trotz dieses Beispiels kann nur einer rechtlichen Prüfung des Einzelfalls belastbar geklärt werden, ob ein bestimmter Darlehensvertrag (noch) widerrufen werden kann. Denn es gibt nicht „den“ Sparda-Bank-Darlehensvertrag. Es gibt zwar vielfach verwendete Vertragsmuster, jedoch wurden auch diese im Lauf der Zeit immer wieder überarbeitet. Daher können auch Beispiele für erfolgreich widerrufene Darlehensverträge und Gerichtsurteile zum Widerruf nur dann weiterhelfen, wenn sie tatsächlich denselben und nicht nur einen ähnlichen Fall betreffen.

 

Wenn Sparda-Bank-Kunden wissen möchten, ob in ihrem konkreten Fall ein Widerruf möglich und auch sinnvoll ist, sollten sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Weitere Informationen zum Thema Widerruf von Krediten befinden sich auch auf der Internetseite www.widerrufsrecht-anwalt.de

 

Dr. Stoll & Kollegen Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht

Einsteinallee 3

77933 Lahr

Telefon: 07821 / 92 37 68 - 0

Fax: 07821 / 92 37 68 - 889                                                                         

[email protected]

www.dr-stoll-kollegen.de

www.widerrufsrecht-anwalt.de