Wenn Sie über fontaris-ag.com ein vermeintlich sicheres Festgeld abgeschlossen haben oder entsprechende Angebote erhalten haben, ist Vorsicht geboten: Hinter dem Auftritt steckt kein legitimes Investment, sondern ein strukturiertes Betrugsszenario. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 19.06.2026 ausdrücklich gewarnt. Dabei wird der Name der echten Schweizer Fontaris AG missbräuchlich verwendet. Im Folgenden erfahren Sie, wie das Vorgehen funktioniert und welche Schritte Sie ergreifen können, um Ihr Geld zurückzufordern.
Existiert fontaris-ag.com als seriöser Anbieter?
Der Internetauftritt vermittelt den Eindruck einer etablierten Finanzplattform mit sicheren Festgeldprodukten. Tatsächlich handelt es sich um eine inszenierte Umgebung: Angebliche Kontostände, Renditen und Vertragsdetails sind lediglich dargestellt, aber nicht real vorhanden. Um Vertrauen zu erzeugen, bedienen sich die Verantwortlichen des Namens eines existierenden Unternehmens. Die Aufsicht hat diese Vorgehensweise klar als Täuschung bewertet. Erfahrungsberichte Betroffener zeigen ein wiederkehrendes Muster.
Wie der Festgeldbetrug abläuft
Interessenten werden mit Zinssätzen angesprochen, die deutlich über üblichen Marktwerten liegen. Nach der ersten Überweisung bleibt die versprochene Auszahlung aus. Stattdessen folgen neue Zahlungsaufforderungen, etwa unter dem Vorwand von Steuern oder Bearbeitungsgebühren. Diese Forderungen haben keine reale Grundlage. In der Gesamtschau wird deutlich, dass kein echtes Anlageprodukt existiert.
Die Rolle von Bankkonten
Damit Gelder fließen können, greifen die Täter auf reale Kontoverbindungen zurück. Diese sind häufig auf Dritte oder Unternehmen registriert, die in Geldwäscheprozesse eingebunden sind. Ohne diese Infrastruktur wäre die Durchführung des Betrugs nicht möglich. Entscheidend ist daher, die Geldbewegungen nachzuvollziehen und die beteiligten Kontoinhaber zu identifizieren, um Rückforderungsansprüche geltend zu machen.
Wer hinter den Zahlungsstrukturen steht
Die Organisation erfolgt arbeitsteilig und oft grenzüberschreitend. Hinter den Konten stehen nicht selten wirtschaftlich tätige Firmen, die in die Vorgänge eingebunden sind. Unter bestimmten Voraussetzungen können diese auch haftbar gemacht werden. Die Nachverfolgung der Zahlungsströme eröffnet reale Chancen, verlorene Gelder zurückzuerlangen.
Rechtliche Bewertung
Wer durch Täuschung Vermögenswerte erlangt, erfüllt den Straftatbestand des Betrugs gemäß § 263 StGB. Darüber hinaus liegt regelmäßig ein unerlaubtes Erbringen von Finanzdienstleistungen nach § 32 KWG vor. Auch geldwäscherechtliche Tatbestände (§ 261 StGB) kommen in Betracht. Zivilrechtlich ergeben sich Ansprüche unter anderem aus § 812 BGB sowie § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 263 StGB.
Vorsicht bei scheinbaren Rückzahlungen
Teilweise werden kleinere Beträge ausgezahlt, um Vertrauen zu schaffen und weitere Einzahlungen zu provozieren. Solche Transaktionen dienen strategischen Zwecken und sind nicht als echte Rendite zu verstehen. Zudem kann der Empfang solcher Gelder rechtliche Risiken bergen. Eine juristische Prüfung ist daher ratsam.
Handlungsempfehlungen für Betroffene
- Keine weiteren Überweisungen tätigen
- Alle Zahlungsnachweise sichern
- Kommunikationsverläufe vollständig dokumentieren
- Strafanzeige erstatten
- Fachanwalt für Kapitalmarktrecht konsultieren
Offizielle Warnung der BaFin
Die BaFin hat am 19.06.2026 vor Angeboten im Zusammenhang mit fontaris-ag.com sowie entsprechenden E-Mail-Adressen gewarnt. Nach Einschätzung der Behörde liegt ein Identitätsmissbrauch zulasten der tatsächlichen Fontaris AG vor. Diese Einschätzung stützt die Einordnung als betrügerisches Konstrukt.
Technische Hintergründe zur Website
Die Domain wurde am 03.02.2026 über den Registrar NameCheap, Inc. registriert. Solche kurzfristig angelegten Internetauftritte sind typisch für betrügerische Modelle, da sie flexibel eingesetzt und schnell wieder aufgegeben werden können.
Möglichkeiten zur Rückforderung
RESCH Rechtsanwälte ist auf Fälle im Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit Anlagebetrug und Geldwäsche. Der Fokus liegt auf der systematischen Analyse der Zahlungswege und der Durchsetzung von Ansprüchen gegenüber den beteiligten Kontoinhabern.
Wenn Sie betroffen sind, sollten Sie zeitnah handeln und rechtliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Eine individuelle Prüfung Ihres Falls zeigt konkrete Optionen zur Rückholung Ihres investierten Kapitals auf.
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