Wer über planb-krypto.com investiert hat, ist sehr wahrscheinlich auf ein betrügerisches Angebot gestoßen. Die Finanzaufsicht BaFin hat ausdrücklich vor dieser Website gewarnt. Hinter der Seite stehen Personen, die sich mit erfundenen Angaben als seriöser Anbieter ausgeben. Eine Verbindung zur real existierenden Plan B Krypto Assets GmbH & Co. KG besteht nicht – vielmehr liegt ein Fall von Identitätsmissbrauch vor. Im Folgenden erfahren Sie, wie das Vorgehen funktioniert und welche Schritte Sie jetzt einleiten sollten, um Ihr Geld zurückzufordern.
Täuschend echt: Gibt es planb-krypto.com als seriösen Anbieter?
Auf den ersten Blick wirkt die Website wie ein professioneller Handelsplatz für Kryptowährungen. Eine Frankfurter Adresse am Börsenplatz 4, eine deutsche Telefonnummer und eine scheinbar offizielle E-Mail-Adresse vermitteln Seriosität. Genau diese Elemente sind jedoch Teil der Inszenierung. Tatsächlich bedienen sich die Betreiber fremder Firmendaten und bauen damit eine glaubwürdige Fassade auf. Selbst die angezeigten Handelsoberflächen sind lediglich Simulationen – echte Investitionen finden nicht statt. Die Warnmeldung der BaFin vom 12. Juni 2026 unterstreicht diese Einschätzung.
Warum keine Auszahlungen erfolgen
Viele Geschädigte berichten, dass sie keinen Zugriff auf ihr investiertes Kapital erhalten. Statt einer Auszahlung folgen immer neue Zahlungsaufforderungen. Mal werden angebliche Steuern verlangt, mal Provisionen oder Bearbeitungsgebühren. Diese Forderungen sind frei erfunden und dienen einzig dazu, weitere Überweisungen zu erwirken. Ein tatsächlicher Rückfluss der Gelder findet nicht statt – ein typisches Muster bei Krypto-Anlagebetrug.
Die Rolle von Bankkonten im Betrugssystem
Damit Gelder überhaupt transferiert werden können, greifen die Täter auf reale Konten zurück. Diese laufen häufig auf unbeteiligte Dritte oder eigens gegründete Scheinfirmen. Genau hier setzt die rechtliche Aufarbeitung an: Über die Kontoinhaber lassen sich Geldströme rekonstruieren und Ansprüche verfolgen. Ohne diese Konten wäre das gesamte System nicht funktionsfähig.
Wer steckt hinter der Website?
Die Domain wurde Anfang März 2026 über einen internationalen Anbieter registriert. Solche kurzfristigen Registrierungen sind bei betrügerischen Konstruktionen keine Seltenheit. Die Verantwortlichen bleiben bewusst im Hintergrund und verschleiern ihre Identität durch komplexe, oft grenzüberschreitende Strukturen. Die Nutzung gestohlener Unternehmensdaten zeigt, wie professionell und organisiert diese Netzwerke vorgehen.
Rechtliche Einordnung: Welche Gesetze greifen?
Das Vorgehen erfüllt die Voraussetzungen eines Anlagebetrugs, da gezielt falsche Informationen eingesetzt werden, um Vermögenswerte zu erlangen. Strafrechtlich kommen insbesondere Betrug (§ 263 StGB) sowie Kapitalanlagebetrug (§ 264a StGB) in Betracht. Darüber hinaus spielt Geldwäsche (§ 261 StGB) eine zentrale Rolle. Auch zivilrechtlich bestehen Ansprüche, etwa aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 BGB) und aus unerlaubter Handlung in Verbindung mit Betrugstatbeständen (§ 823 Abs. 2 BGB). Wer ohne erforderliche Genehmigung Finanzdienstleistungen anbietet, verstößt zudem gegen § 32 KWG – ein weiteres Indiz für die Illegalität.
Wichtiger Hinweis: Auch Empfänger von Geldern können sich strafbar machen, wenn sie in Geldwäschehandlungen eingebunden sind. Deshalb sollte frühzeitig rechtlicher Rat eingeholt werden.
Erfahrungen und Gesamtbewertung
Die Rückmeldungen Betroffener zeichnen ein einheitliches Bild: hoher Druck, wiederholte Zahlungsforderungen und keine Auszahlungen. Dieses Muster ist typisch für betrügerische Plattformen im Kryptobereich. Die offizielle Warnung der BaFin bestätigt diese Einschätzung zusätzlich.
Was Sie jetzt konkret tun sollten
- Leisten Sie keine weiteren Zahlungen
- Sichern Sie sämtliche Unterlagen und Zahlungsnachweise
- Dokumentieren Sie jede Kontaktaufnahme
- Erstatten Sie Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden
- Ziehen Sie einen spezialisierten Rechtsanwalt hinzu
Wie Sie Ihr Geld zurückfordern können
RESCH Rechtsanwälte verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Bank- und Kapitalmarktrecht sowie in der Aufarbeitung von Anlagebetrug und Geldwäsche. Der Ansatz besteht darin, die Spur der Gelder konsequent nachzuverfolgen, Kontoinhaber zu identifizieren und Ansprüche durchzusetzen. Wer betroffen ist, sollte zeitnah handeln: Eine rechtliche Prüfung des Einzelfalls zeigt auf, welche Möglichkeiten bestehen, verlorenes Kapital zurückzuholen.
Kontaktieren Sie die Kanzlei telefonisch unter +49 30 / 88 59 77 0 oder über das Online-Formular. Sie erhalten eine fundierte Einschätzung und konkrete Handlungsschritte zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
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